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Amt Neuhaus : Zum letzten Mal Café Miteinander

vom
Aus der Redaktion des Hagenower Kreisblatt

Abschiedsfeier für Geflüchtete und Einheimische am 6. Mai in Neuhaus im Haus des Gastes

von
erstellt am 26.Apr.2017 | 07:00 Uhr

Die lockere Zusammenkunft von Flüchtlingen und Einwohnern bei Kaffee und Kuchen geht zu Ende. Nach vielen interessanten Begegnungen im monatlichen „Café Miteinander“ findet am Sonnabend, dem 6. Mai, eine Abschiedsfeier im Haus des Gastes statt.

„Der beliebte Treffpunkt für Einheimische und Geflüchtete findet zum letzten Mal statt zwischen 15 und 18 Uhr. Der Grund: Viele Geflüchtete sind von Neuhaus weggezogen, andere sind auf Wohnungssuche“, informiert Angelika Hoffmann im Gespräch mit der SVZ. Nach Angaben des ehrenamtlichen Netzwerks „Neuhaus hilft“, dessen Mitglied die aus Bitter Stammende sei, schließe deshalb auch das Spendenlager zum Juni. Eingestellt werde zudem das wöchentliche Netzwerk-Angebot „Hilfe bei der Post“.

„Amt Neuhaus hilft“ sei eine ehrenamtliche Willkommensinitiative, sie betreue die in Neuhaus untergebrachten Flüchtlinge. Mehr als 30 Bürgerinnen und Bürger haben Patenschaften übernommen, begleiten Flüchtlinge zu Ämtern und Ärzten, geben Deutschunterricht, betreiben das Spendenlager und mehr. Die Treffs finden jeden 2. und jeden 4. Donnerstag im Monat um 9 Uhr morgens im Haus des Gastes statt.

„Nach wie vor erteilen Ehrenamtliche jedoch Deutschunterricht. Das Netzwerk trifft sich auch weiterhin. Das nächste Mal am 11. Mai um 10 Uhr im Haus des Gastes in Neuhaus. Regelmäßige Beratungen für Geflüchtete gibt es weiterhin bei der Gemeinde und beim IB.“

Das Netzwerk, das sind etwa 20 ehrenamtliche Bürger aus Neuhaus und Sumte, die sich im Winter 2015/16 zusammenfanden, um zu helfen. „In Sumte wurden damals bis zu 750 Flüchtlinge untergebracht, in Neuhaus etwa 100“, erinnert sich Angelika Hoffmann. Sie sei ganz besonders stolz auf die Bürger von Neuhaus und Sumte, die eine große Hilfsbereitschaft bewiesen hätten. „Dieses Amt ist geradezu über sich selbst hinausgewachsen und hat eine Solidarität und Willkommenskultur etabliert, die sicher seinesgleichen sucht. Alle haben mit angefasst und mitgemacht.“ Daraus seien viele private Kontakte und sogar Freundschaften entstanden, die noch heute Bestand hätten, berichtet Angelika Hoffmann im Gespräch mit unserer Zeitung weiter. Viele der Flüchtlinge zöge es in größere Städte, wo die Chancen auf Wohnung und Arbeit besser seien.

Im Internet werden unter „Neuhaus hilft“ Informationen für alle Einwohner im Amt Neuhaus, die sich für Flüchtlinge menschlich engagieren wollen, weiterhin gebündelt. Wer sich einbringen möchte, Ideen oder Anregungen hat, kann Kontakt aufnehmen.

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