Hagenow : Zu viel Schlamm im Mühlenteich?

Der Mühlenteich im Herzen der Stadt wurde bereits 1995 und 2005 ausgebaggert.  Fotos: Hirschmann
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Der Mühlenteich im Herzen der Stadt wurde bereits 1995 und 2005 ausgebaggert. Fotos: Hirschmann

Stadt Hagenow bereitet das Ausbaggern des Gewässers im Herzen der Stadt vor / Gegenwärtig laufen die aktuellen Planungen

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16. März 2016, 21:00 Uhr

Ist im Hagenower Mühlenteich zu viel Schlamm? Ist die Durchflussgeschwindigkeit des Gewässers im Herzen der Stadt ausreichend, um das anfallende Wasser, auch bei erhöhten Regenfällen, weiter in Richtung Sude abzuleiten?

Die Stadt Hagenow prüft gegenwärtig  diese Fragen, um  in einem zweiten Schritt die Entschlammung des Mühlenteiches vorzubereiten, die nach der Wende bereits zwei Mal durchgeführt wurde. 1995 und 2005  erfolgte das Ausbaggern des Gewässers, das eine wichtige Bedeutung bei der Ableitung des Oberflächenwassers aus dem nord-westlichen Bereich zwischen Hagenow und Wittenburg hat.

Nach den Worten von Andreas Schwebs, dem Geschäftsführer des Wasser- und Bodenverbandes Boize-Sude-Schaale,  ist eine Entschlammung notwendig, um die Fließeigenschaften des Gewässers zu verbessern.

Damit jetzt die  für die Stadt erforderlichen Planungswerte ermitteln werden konnten, haben Mitarbeiter des Bauhofes den Wasserstand des Mühlenteiches um rund 15 Zentimeter abgesenkt. Mit Wathosen ausgestattet, haben die Vermesser  in den vergangenen Tagen  im Gewässer gearbeitet.

„Wir lassen über ein Ingenieurbüro in Schwerin Messungen des Schlammhorizontes vornehmen. Dabei geht es um die Ermittlung der Schlammhöhe im Mühlenteich. Daraus lässt sich das Gesamtvolumen ermitteln, mit dem wir für die weiteren Planungen rechnen können“, macht Dirk Wiese, Fachbereichsleiter in der Stadtverwaltung, im SVZ-Gespräch deutlich. Außerdem seien diese Zahlen wichtig, um die Wirksamkeit des Sedimentfanges im Hinblick auf das Durchflussverhalten der Schmaar zu ermitteln. Die Schmaar fließt bekanntlich aus Richtung Bekow in den Mühlenteich hinein. Der Sedimentfang ist diesem Gewässer vorgelagert. Seit 2005 lagert sich nach den Worten von Wiese Sediment dort  ab. „Im Jahr 2012 wurde die erste Peilmessung im Sedimentfang vorgenommen. Und die Planer empfahlen eine erste Entleerung des Sedimentfanges für die Jahre 2015/16.  Daraufhin haben wir Mittel dafür in den Haushalt eingestellt. Und jetzt warten wir die Ergebnisse der Schlammhorizont-Messung im Mühlenteich ab, die wir in zwei Wochen erwarten. Danach wird es konkreter, und wir können die fachliche Einschätzung der Situation mit allen Beteiligten vornehmen. Jetzt will ich  noch keine Zahlen nennen“, sagt Dirk Wiese weiter.

Im Haushalt der Stadt sei ein Sockelbetrag für die Finanzierung der Arbeiten eingeplant, der dann konkretisiert werde.

„Wenn es die Ergebnisse der Messungen hergeben, und davon gehe ich jetzt aus, wird es so sein, dass wir zunächst den Sedimentfang entschlammen werden und dann den Mühlenteich. Sinnvoll ist es bei solchen Projekten, die kalte Jahreszeit zu nutzen“, so Dirk Wiese.

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