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Hagenower Kreisblatt

25. November 2017 | 07:07 Uhr

Bresegard : Zu laut und ziemlich gefährlich

vom
Aus der Redaktion des Hagenower Kreisblatt

Raser auf maroden Straßen nerven. Gemeindevertreter und Anwohner wünschen dringend die Sanierung ihrer Ortsdurchfahrten

svz.de von
erstellt am 29.Aug.2014 | 15:02 Uhr

Klirrendes Geschirr in den Schränken und Risse im Mauerwerk: In Bresegard erleben die Anwohner der Haupt- und Schulstraße damit und kennen auch die Ursache. Kraftfahrer rasen über die maroden Fahrbahnen. Die Fenster zur Straßenseite lassen wir geschlossen, weil es einfach viel zu laut ist, sagt Christel Kraßtinat von der Hauptstraße 6. Ihr Nachbar Horst Lehmann macht zusätzlich auf die Gefahr aufmerksam. Er wohnt seit zehn Jahren in dem Ort, sehr gern, wie er betont, jedoch hätten die Raserei schon 12 seiner Katzen das Leben gekostet. Schumi & Co. erlegen auch andere Tiere, wie zum Beispiel Marderhunde und Dachse, ergänzt der Jäger, der auch die Geschicke des rührigen Seniorenclubs lenkt und leitet.

Der vereint übrigens 60 Mitglieder und ist die größte Gemeinschaft Gleichgesinnter in der Gemeinde. Viele ihrer etwa 350 Einwohner sorgen mit ihrem Engagement für mehr liebenswerte Lebensqualität, erzählt die Bürgermeisterin, Marianne Röckseisen. Sie ist stolz auf die freiwillige Feuerwehr, Jugendclub, die funktionierende Jägerschaft, Dorfclub, Heimatverein, den Handarbeitskreis, die Sportler und die Theatergruppe. Das Freizeitangebot deckt viele Interessen.

Währenddessen bleiben die drei Biogasanlagen in der Nähe nicht ohne Folgen. Durch landwirtschaftliche Nutzfahrzeuge, die das „Futter“ liefern, hat sich der Verkehrsstrom in Bresegard deutlich erhöht. Die Bürgermeisterin weiß, dass bei vielen Einwohnern langsam aber sicher die Grenze der zumutbaren Belastbarkeit überschritten ist. Eine gemeinsame Beratung mit den Gemeindevertretern, die im Nachhinein Marianne Röckseisen als sehr konstruktiv bezeichnet, hätte das einmal mehr bestätigt.

Es muss etwas geschehen in Bresegard. Wir werden die Betreiber der Biogasanlagen bitten, an ihre Fahrer zu appellieren, hauptsächlich auch wegen der Kinder mehr Rücksicht zu nehmen, sagt die Bürgermeisterin. Die Eltern machen sich ernsthafte Sorgen um die Sicherheit ihrer Kleinen. Schreiben will die Gemeinde an das Straßenbauamt und den Landkreis mit der Bitte, die Ortsdurchfahrten zu sanieren. Die Hauptstraße ist eine Landesstraße (die L04) und die Schulstraße eine Kreisstraße, die K 22. Für den Schwerlastverkehr wünschen sich die Bresegarder ähnlich wie in Hagenow-Heide und in Zahrensdorf eine Geschwindigkeitsbegrenzung auf 30 km/h.

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