Wittenburger Schüler : Zu Besuch an Soldatengräber in Montecassino

In der Sonne Italiens: Die Reisegruppe aus dem Gymnasialen Schulzentrum Wittenburg besuchte die Stadt Cassino und das Kloster Montecassino.
1 von 2
In der Sonne Italiens: Die Reisegruppe aus dem Gymnasialen Schulzentrum Wittenburg besuchte die Stadt Cassino und das Kloster Montecassino.

Schüler des Gymnasialen Schulzentrums Wittenburg besuchten Kriegs-Schlachtfelder in Italien

von
11. Oktober 2018, 12:00 Uhr

Sie sahen die tausenden Soldatengräber in der italienischen Stadt Cassino, die jungen Leute aus Deutschland, Polen, Italien und England. Mehr als 100 000 gefallene Soldaten aus 32 Nationen haben dort ihre letzte Ruhe gefunden und erinnern mahnend an den Irrsinn des Krieges und an die verbrecherische Ideologie des Nazi-Regimes. Die junge Generation Europas zusammenzuführen und die Schrecken des Krieges deutlich zu machen, ist das Anliegen der Studienreise nach Italien, zu der auch 15 junge Leute aus dem Jahrgang der 11. Klassen des Gymnasialen Schulzentrums Wittenburg antraten. Die Monte Cassino Stiftung ermöglichte ihnen die Reise. Die Lehrer Hartwig Koltoff und Sven Schlichting begleiteten die Schüler.

Jenny Hildebrandt (16) und Carsten Levermann (17) gehören zu ihnen und erzählten im SVZ-Gespräch von ihren Erlebnissen. Mit dem Flieger ging es von Berlin nach Rom und von dort mit dem Bus weiter nach Cassino. „Uns hat die Reise sehr gut gefallen. Wir trafen dort mit englischen, polnischen und italienischen Schülern zusammen“, erzählt Carsten Levermann.

Nach Zerstörungen im Zweiten Weltkrieg wieder aufgebaut

Das Kloster Montecassino und die Stadt Cassino sind nach den schrecklichen Zerstörungen im Zweiten Weltkrieg wieder aufgebaut worden. „Wir bekamen am ersten Tag eine Einführung in die geschichtlichen Zusammenhänge. Und wir sahen die Bilder komplett zerstörten Gegend rund um das Kloster“ erzählt Carsten Levermann. Für Jenny Hildebrandt war die Studienreise ebenso beeindruckend. „Wir haben den englischen Soldatenfriedhof besucht, und erfuhren dort von Einzelschicksalen.

Wir besichtigten auch den polnischen und den italienischen Soldatenfriedhof, wo wir Kränze niederlegten. Außerdem pflegten wir auf dem deutschen Soldatenfriedhof die Gräber, indem wir die Inschriften auf Grabsteinen wieder sichtbar machten“, erzählt sie. Außerdem stellten die einzelnen Gruppen mit einem Programm ihre Schule vor. Und dann hatten die Schüler noch eine besondere Begegnung mit einer Deutschen, die oft in Italien war, um das Grab ihres gefallenen Vaters zu suchen, das sie schließlich gefunden hatte. „Ich fand den Gedanken von ihr gut, dass wir lieber Brüssel und Europa stärken sollen, als einen neuen Krieg zu finanzieren. So hatte ich das noch nicht betrachtet. Und ich finde, dass sie recht hat. Wir sollten uns bemühen, den Frieden zu erhalten“, sagt Carsten Levermann abschließend.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen