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Zoll zerschlägt in Wittenburg Bande von Zigarettenschmugglern

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svz.de von
erstellt am 19.Sep.2013 | 07:18 Uhr

Wittenburg | Die groß angelegte Durchsuchungsaktion der Hamburger Zollfahnder vom Dienstag (SVZ berichtete) ist aus Sicht der Behörde ein voller Erfolg geworden. Die Ermittler des Zollfahndungsamtes (ZFA) Hamburg vollstreckten im Auftrag der Staatsanwaltschaft Schwerin insgesamt acht Durchsuchungsbeschlüsse im Großraum Wittenburg/ Hagenow und beschlagnahmten dabei drei Kilogramm Marihuana, 10 000 Zigaretten und umfangreiches Beweismaterial. Ein Durchsuchungsort befand sich im Landkreis Nordwestmecklenburg. Das teilte die Behörde als Zwischenergebnis der Aktion mit.

Die Aktion wurde nach der vorläufigen Sicherung der Beweismittel nach SVZ vorliegenden Informationen auch am gestrigen Tag fortgesetzt.

Dietmar Schulze, Sprecher des Zollfahndungsamtes Hamburg gab gestern detaillierte Informationen zu den Ermittlungsergebnissen:
"Das Zollfahndungsamt Hamburg ermittelt seit Ende 2011 gegen eine fünfköpfige deutsche Tätergruppierung im Raum Zarrentin/Wittenburg wegen des Verdachts des gewerbsmäßigen Zigarettenschmuggels.

Seit knapp zwei Jahren sollen von polnischen Lieferanten im 14-tägigen Rhythmus Schmuggelzigaretten in der Gerüstbaufirma des Hauptbeschuldigten (36) und seiner Lebensgefährtin (31) unweit des Schaalsees angeliefert worden sein. Mit jedem Transport vermutlich annähernd 200 000 Stück. Von dort wurden dann die drei ebenfalls in der Baubranche tätigen deutschen Komplizen, die die Verteilung der Schmuggelware übernahmen, beliefert.

Das Marihuana wurde in einer Garage in Wittenburg gefunden, die dem Schmugglerpärchen zuzuordnen ist. Diese Garage ist Teil eines ganzen Garagenkomplexes.
Der Steuerschaden dürfte mehrere 10 000 Euro betragen. Das Rauschgift hat einen Schwarzmarktwert von 30 000 Euro.

Die Ermittlungen werden insbesondere auch wegen des mutmaßlichen Drogenhandels fortgesetzt. An dem Einsatz waren 70 Beamte des Zollfahndungsamtes Hamburg und des Hauptzollamtes Stralsund beteiligt.

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