Blücher : Ziel: „Kirche des Jahres 2014“

Torsten Bechump (l.) und Ulrich Dreßler vom Förderverein für den Erhalt der Dorfkiche.
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Torsten Bechump (l.) und Ulrich Dreßler vom Förderverein für den Erhalt der Dorfkiche.

Förderverein für den Erhalt des Gotteshauses in Blücher hofft auf Erfolg / Umfassende Sanierung des Kirchenschiffs steht noch aus

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08. Dezember 2014, 15:53 Uhr

Der Förderverein für den Erhalt der Dorfkirche Blücher hat ein ehrgeiziges Ziel: Er möchte das neugotische Gotteshaus „Kirche des Jahres 2014“ werden lassen. Die 1997 von der Evangelischen Kirche in Deutschland gegründete Stiftung zur Bewahrung Kirchlicher Baudenkmäler (Stiftung KiBa) hat insgesamt zwölf Sakralbauten zur Auswahl gestellt - eines davon ist die Kirche in Blücher.

„Ein Erfolg bei diesem Wettbewerb hat zwar keinen unmittelbaren finanziellen Nutzen. Aber wir versprechen uns davon, dass sich die Chancen, noch mehr Geld für den Erhalt der Kirche zu bekommen, verbessern werden“, sagt Ulrich Dreßler, stellvertretender Vorsitzender des Fördervereins und des Kirchengemeinderats Blücher.

Vereinschef Torsten Bechump ergänzt: „Wir erhoffen uns mit dem Titel im Rücken eine stärkere Außenwirkung und ein größeres öffentliches Interesse an dem Baudenkmal. Natürlich verfolgen wir auch den Plan, mit der Sanierung des Kirchenschiffes weiterzumachen.“

Der 44 Meter hohe Turm ist zwar bis auf das undichte Dach nahezu instand gesetzt, aber die dazugehörige Kirche ist noch nicht saniert. Das 1871 bis 1875 erbaute Gebäude ist nach Angaben der KiBa-Stiftung betagter als der erst 26 Jahre später errichtete Turm, aber ebenfalls sehens- und erhaltenswert.

„Das ganze Holzgebälk müsste neu gemacht werden“, berichtet Tischlermeister Bechump. „Der Dachstuhl ist im schlechten Zustand, wir haben nur eine Notsicherung, Wegen des undichten Daches sind die massiven Holzschäden über Jahre hinweg entstanden“.

Dafür kann sich der Kirchturm umso mehr sehen lassen. Auf sämtlichen Ebenen wurden 2013 neue Fußböden eingezogen, acht neue Treppen eingebaut und die Wände neu verputzt. Zudem baute man auf der West-, der Süd- und der Ostseite des oberen Turms in mit Beton verschalte Rosetten drei Fenster ein, die einen Fast-Rundumblick über die Elbe-Flusslandschaft erlauben. Allein wegen dieser Aussicht kommen mittlerweile Besucher nach Blücher. Das Geld für die Restaurierung des Turms und für die Aussichtsplattform kam von der EU, vom Kirchenkreis Mecklenburg, der Kirchengemeinde Blücher, dem Biosphärenreservat, der Gemeinde Besitz, der Metropolregion Hamburg, der KiBa-Stiftung, dem Blüchener Förderverein und von einer kleinen Stiftung aus Süddeutschland. Der Anstoß für die Ebene mit Panoramablick kam 2011 vom Biosphärenreservat Flusslandschaft Elbe. „Wir selbst wären wohl gar nicht auf die Idee gekommen, weil wir mehr auf den Erhalt der Kirche konzentriert waren. Dann haben wir diesen Vorschlag als Chance gesehen und ihn als Kirchengemeinde umgesetzt“, sagt Ulrich Dreßler. Der Förderverein ist stolz auf „seinen“ Turm mit seiner einzigartigen Lage an einem 350 Hektar großen Poldergebiet.

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