zur Navigation springen

Bester Betrieb Ostdeutschlands : Zentimetergenau auf dem Acker

vom
Aus der Redaktion des Hagenower Kreisblatt

Landmaschinen mit Satellitenunterstützung unterwegs / Hawart OMV von Fachzeitschrift zum besten Betrieb Ostdeutschlands gekürt

John Deere in Mecklenburg-Vorpommern – von Beginn an eine Erfolgsgeschichte. 1990 gründet Roland Habeck das Unternehmen „Hawart (Handelswaren aller Art)“. Zwei Jahre später unterzeichnet er einen Händlervertrag mit dem weltgrößten Hersteller von Traktoren, Mähdreschern und anderen Landmaschinen. Ein Jahr später wird das Logistik-Zentrum für Mecklenburg-Vorpommern eröffnet, 2006 eine Schulungszentrale gebaut. 2012 fusioniert die Firma Ottomeyer mit Hawart zur „Hawart OMV GmbH“ – John Deere hat damit im Nordosten der Republik einen potenten und verlässlichen Vertriebspartner.

Als Zentrale fungiert Neubrandenburg. Von dort aus wird mit der Niederlassung in Klebe bei Lübz, zwei Filialen in Borkow und Kletzin sowie sechs Partnerunternehmen die Landmaschinenversorgung zwischen Parchim und Usedom verantwortet - zwei Drittel Mecklenburg-Vorpommerns. Seit 2004 leitet Frank Sieland die Niederlassung in Klebe. „Ich bin ein leidenschaftlicher Kaufmann.“ Auf dieses Diplom sattelt er ein Studium der Betriebswirtschaftslehre drauf. „Das habe ich für nötig erachtet, um einen Betrieb dieser Größenordnung führen zu können.“ Und in der Tat: Von Klebe aus wird richtig Umsatz gemacht. Pro Jahr werden dort bis zu 60 John-Deere-Traktoren und um die zehn Mähdrescher verkauft. „Die fetten Jahre sind jedoch vorbei.“ Deshalb hat sich der Umsatz laut Frank Sielan inzwischen deutlich reduziert. „Bei weiterhin guten Verkaufszahlen stellen wir einen gewissen Sättigungseffekt fest.“ In Deutschland erwirtschafte John Deere im Bereich Landtechnik dennoch die Hälfte des Bruttoinlandsprodukts. „Mit unserer Hausbank können wir jedem Kunden eine maßgeschneiderte Finanzierung für seine Investition anbieten.“

An der Qualität der John-Deere-Produkte kann die Abkühlung der Konjunktur nicht liegen. „Zuverlässigkeit ist unsere Stärke.“ Außerdem bietet John Deere mit „Farmsight“ Agrartechnik der Oberklasse. Beispiel: Deere-Traktoren oder -Mähdrescher sind über das weltweite GPS-Satellitensystem lenkbar. Deere hat ergänzend dazu ein so genanntes RTK-Netz etabliert. Dadurch wird das Satellitensignal verstärkt und die Genauigkeit erhöht. „Dieses Telemetrie-System sorgt dafür, dass ein 14 Meter breiter Mähdrescher bei seiner Arbeit auf dem Hin- und Rückweg eine maximale Überlappung von nur 1,5 Zentimetern erzielt“, schwämt Sieland. „Ich habe großen Respekt vor den Menschen, die das beherrschen.“

John Deere baut Motoren, „deren Abgase sauberer als die Ansaugluft sind“. Hochmoderne Getriebe und eine raffinierte Schaltung wie bei Rennwagen verhindern, dass die Zugkraft abreißt. „Sogar Raupenantrieb ist möglich.“ Auf Wunsch könne jederzeit mit dem Fahrzeug kommuniziert werden. „Wir können schon reagieren, bevor ein Motor hustet.“

In Klebe werden 45 Arbeits- und jährlich zwei Ausbildungsplätze geboten. In die Fortbildung seiner Belegschaft investiert Howart OMV pro Jahr 50 000 Euro. Für die Qualität seiner Serviceleistungen ist die Kleber Niederlassung von der Fachzeitschrift „Agrartechnik“ bereits zwölf Mal zum Landessieger und jüngst zum besten Betrieb in ganz Ostdeutschland gekürt worden.

John Deere habe mit der Fertigung von jährlich bis zu 30 000 Traktoren in Mannheim ein eindeutiges Bekenntnis zum Standort Deutschland abgegeben, lobt der Niederlassungsleiter. „Das wird durch die Fertigung von Mähdreschern und Feldhäckslern in Zweibrücken und durch das Technologie-Zentrum in Kaiserslautern bekräftigt.“

 

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen