Amt Boizenburg-Land : Zeit für einen Generationswechsel

Joachim Kletzin vor der Kirche in Nostorf. Die Gemeinde hat in der Vergangenheit viel für die Gotteshäuser in Nostorf und Rensdorf getan, unterstützte die Dacherneuerung und Sanierung der Friedhofsmauern, sorgte für Wasser und Strom auf  den Friedhöfen und pflasterte Wege. Fotos: Dietmar Kreiss
Joachim Kletzin vor der Kirche in Nostorf. Die Gemeinde hat in der Vergangenheit viel für die Gotteshäuser in Nostorf und Rensdorf getan, unterstützte die Dacherneuerung und Sanierung der Friedhofsmauern, sorgte für Wasser und Strom auf den Friedhöfen und pflasterte Wege. Fotos: Dietmar Kreiss

Joachim Kletzin steht nach 15 Jahren nicht mehr als Bürgermeister zur Verfügung, würde aber als Gemeindevertreter den Nachfolger unterstützen

svz.de von
11. März 2014, 09:16 Uhr

Stühlerücken in den elf Gemeinden des Amtes Boizenburg-Land: Am 25. Mai sind 5779 Einwohner aufgerufen, ihre Stimmen abzugeben. Gewählt werden das Europaparlament, der Kreistag sowie die Gemeindevertretungen und in einigen Fällen auch zeitgleich direkt die Bürgermeister der Gemeinden. Die kompletten Unterlagen der Parteien, Wählergruppen und Einzelbewerber müssen bis spätestens Donnerstag, den 13. März, 18 Uhr, bei der Gemeindewahlleiterin Gabriele Silz vorliegen. Wer als Bürgermeister kandidieren möchte, braucht auch ein polizeiliches Führungszeugnis. SVZ-Redakteur Dietmar Kreiß fragt die amtierenden Kommunalpolitiker, ob sie wieder für dieses Ehrenamt zur Verfügung stehen. Heute: Joachim Kletzin aus Nostorf.

Herr Kletzin, treten Sie wieder an?

Joachim Kletzin: Nein, ich stehe für dieses Ehrenamt nicht mehr zur Verfügung.

Aus welchen Gründen?

Aus Altersgründen. Ich bin jetzt Rentner und denke, dass es an der Zeit für einen Generationswechsel ist. Wenn die nächste Wahlperiode zu Ende ist, bin ich über 70, da muss ich nicht mehr Bürgermeister sein. Ich trete noch einmal als Gemeindevertreter an und wäre gern bereit, mit meiner Erfahrung meinen jüngeren Nachfolger zu unterstützen, so es von diesem oder einer Nachfolgerin gewünscht ist.

Schauen Sie alles in allem zufrieden auf die vergangenen 15 Jahre zurück?

Ja, wir konnten vieles verbessern und eine Menge erreichen, besonders im Straßen- und Wegebau. Es gelang auch, mit Hilfe des Bodenordnungsverfahrens sämtliche Grundstücksangelegenheiten zu klären. Die entsprechenden Anträge hatte ich zu einem guten Zeitpunkt gestellt, das war 1999, zwei Jahre später folgte die Anordnung. Aufgrund der sehr guten Zusammenarbeit von Gemeindevertretung, dem Amt Boizenburg-Land und dem damals in Wittenburg ansässigen Amt für Landwirtschaft war es möglich, innerhalb von zehn Jahren die meisten Straßen und Plätze mit Hilfe von Fördermitteln, die ja auch Steuergelder sind, auszubauen. Das letzte große Projekt ist der Deichneubau zwischen Horst und Nostorf. Wir sind am Rande beteiligt, indem wir den Deichverteidigungsweg für die Landwirtschaft mit finanzieren. Damit ist dann auch das Bodenordnungsverfahren in unserer Gemeinde endgültig abgeschlossen.

Was übernimmt Ihr Nachfolger? Eine recht lebendige Gemeinde mit geklärten Verhältnissen, einer gesunden Infrastruktur und einer sehr gut ausgestatteten freiwilligen Feuerwehr. Ich freue mich, eine Gemeinde übergeben zu können, in der engagierte Menschen leben, denen es gelang, ihre Heimat mit dem Ernte- und Kartoffelfest weit über ihre Grenzen hinaus bekannt zu machen. Diese Tradition sollte nicht untergehen. Dafür möchte auch ich meinen Beitrag leisten und mich bei der Organisation mit einbringen.

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