Großes Fest in Zarrentin : Zarrentins Abschlepper laden ein

Abschleppen ist eines der Kerngeschäfte des Unternehmens.
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Abschleppen ist eines der Kerngeschäfte des Unternehmens.

Am Sonnabend soll es ab 11 Uhr mitten in Zarrentin rundgehen, wenn das Traditionsunternehmen „Groth“ die Stadt einlädt

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31. August 2016, 12:00 Uhr

Das, was da am Sonnabend mitten in Zarrentin stattfinden soll, nennt sich bescheiden „Tag der offenen Tür bei Auto Groth“. Doch das ist stark untertrieben, denn die beiden Unternehmer Dirk Badeda und Gunnar Burghardt stellen am 3. September ein halbes Stadtfest auf die Beine. Einfach so. Weil sie Lust darauf haben.

„Kurz nach der Wende gab es hier mal eine Aktion in Zarrentin, bei der alle in die neuesten BMW-Modelle steigen konnten. Davon reden einige noch heute. Und wenn wir so etwas auch einmal schaffen, hat sich das alles gelohnt.“

Hauptstraße 31 und Bahnhofstraße 4 sind die Orte des Geschehens, an denen es am Sonnabend von 11 bis 20 Uhr rund gehen soll. „Die Leute sollen einen Dunst davon kriegen, was wir so machen und sie sollen Spaß und Entspannung haben“, gibt der 44-jährige Unternehmer, der auch schon jahrelang in der Stadtvertretung saß, die Richtung vor.

Und so werden nicht einfach nur ein paar Autos hingestellt, die Besucher sollen etwas erleben. Beispielsweise den Blick von oben über die Stadt. Möglich macht das ein 60-Tonnen-Kran, der eine Gondel in mehr als 40 Meter Höhe hieven wird. Wer will, kann noble Porsches, Maserati oder einen Aston Martin aus der Nähe kennen lernen. Die edlen Fahrzeuge kommen von einem Hamburger Autovermieter, mit dem die Zarrentiner seit Jahren zusammenarbeiten. Der ADAC wird da sein mit einem Überschlagssimulator, es gibt Hüpfburgen, Geschicklichkeitsspiele, die Landfrauen werden Kuchen anbieten. Dazu wird am ehemaligen Rewe eine Bühne aufgebaut, auf der u. a. die Irish-Folk-Band „Nuthouse Flowers“ spielen wird und sonst Zarrentins DJ Ralph Hoppe das Zepter in der Hand hält. Dazu gibt es jede Menge Technik, einen Blick hinter die Kulissen, eine Quadkurs zum Ausprobieren und auch die Feuerwehr der Stadt wird ihr Können bei einigen Spezialübungen zeigen. Essen und Trinken gibt es natürlich auch.

„Auto Groth“ kennen die meisten in der Region vor allem als freie Werkstatt mit immerhin zehn Arbeitsbühnen. Sehr viele Menschen auf der nahen Autobahn A 24 haben das Unternehmen dagegen als Teil der Schutzengelbrigade kennen gelernt, denn das Unternehmen ist offizieller Partner des ADAC und unterhält rund um die Uhr eine ganze Flotte an Abschleppfahrzeugen.

Im Einsatz ist die Gruppe vor allem in dem Bereich von Zarrentin bis Kreuz Hamburg-Ost. Und die Kooperation mit dem Autoclub des Unternehmens soll in den kommenden Monaten noch ausgebaut werden.

Das Unternehmen selbst geht auf das Jahr 1928 zurück und beschäftigte sich zunächst mit Landmaschinen. Das änderte sich später zugunsten der aufkommenden Autos und Motorräder. Zu DDR-Zeiten stand der Name vom damaligen Chef Harry Groth vor allem für die Reparaturen von Motorrädern der Marke MZ. Aber auch die Besitzer von Trabant und Wartburg aus der Region konnten mit dem Zarrentiner Unternehmen viel anfangen. Praktisch mit der Wende entstand die Kooperation mit dem Automobilclub ADAC, Inhaber Günter Groth gehörte mit seiner Mannschaft zu den ersten gelben Abschleppern im damaligen Osten.

Seit 2010 haben nun der in Hagenow geborene Dirk Badeda und der Schwanheider Gunnar Burghardt das Sagen in dem Unternehmen. Warum ausgerechnet jetzt gefeiert werden soll, darauf hat Badeda, der sich in den vergangenen Jahren auch in der Logistikbranche einen Namen gemacht hat, nur eine ungefähre Antwort. „Es gibt kein Jubiläum oder so. Wir haben immer nur gearbeitet, jetzt wollen wir mal etwas zurückgeben an die Stadt, an unsere Leute. Wir kommen vorwärts, die Aussichten sind nicht schlecht, da hielten wir den Zeitpunkt für günstig.“

Trotz der räumlichen Enge in der Hauptstraße soll die Firma auch künftig dort bleiben, wo sie schon immer war, mitten im Herzen der kleinen Stadt. Nur die Optik am und rund um den schmucklosen Platz soll sich in absehbarer Zeit noch deutlich verbessern.

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