Frühjahrsputz : Zarrentiner räumen ordentlich auf

Selbst die jüngsten Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr, die Zarrentiner Floriangruppe, zeigten gemeinsam mit ihrem Chef Danny Seeger-Schmidt ganzen Einsatz beim Reinigen des Ehrenhains.  Fotos: Tilo Röpcke
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Selbst die jüngsten Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr, die Zarrentiner Floriangruppe, zeigten gemeinsam mit ihrem Chef Danny Seeger-Schmidt ganzen Einsatz beim Reinigen des Ehrenhains. Fotos: Tilo Röpcke

Bürgermeister Klaus Draeger und Bauhofchef Torsten Engel sind verärgert über die Menge an Müll, die scheinbar illegal entsorgt wird

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26. März 2018, 05:00 Uhr

Die Sorge von Zarrentins Bürgermeister Klaus Draeger, dass sich in diesem Jahr aufgrund der zu geringen Werbung nicht ausreichend Freiwillige zum Frühjahrsputz zusammenfinden würden, sollte sich schon bei der Eröffnung Sonnabendfrüh zerschlagen. Mehr als 120 Männer, Frauen, Kinder und Jugendliche schwirrten bewaffnet mit Arbeitsgeräten und Müllsäcken in alle Gebiete der Schaalseestadt aus, um sie vom Unrat des zurückliegenden Winters zu befreien. „Wir wollen unsere schöne Stadt nicht nur für unsere zahlreichen Touristen säubern, sondern auch den Einwohnern ein ansehnliches Zuhause bieten“, freute sich das Stadtoberhaupt über die gewohnt vielen Freiwilligen beim mittlerweile 5. Frühjahrsputz in Zarrentin.

Bis zum Jahr 2014 zeichneten sich ausschließlich der städtische Bauhof, die DLRG sowie die Freiwillige Feuerwehr für diese zentrale Reinigungsaktion verantwortlich. Seit vier Jahren holt nun die Stadt Zarrentin ihre Partner an einen Tisch, um für eine saubere und vorzeigenswerte Heimat zu sorgen. „Wie in den Jahren zuvor auch, bereitete unser ‚Vier-Sterne-Koch’ Bernd Schwan in seiner Funktion als stellvertretender Ortswehrführer eine Erbsensuppe in der großen Gulaschkanone vor, damit niemand hungrig den Heimweg antreten muss“, sagte Klaus Draeger am Sonnabend im Gespräch mit der SVZ. Gleichzeitig zeigte er sich entsetzt, mit welcher Dreistigkeit sowohl Touristen, als auch Anwohner oder sogar Firmen ihren Müll in der Stadt ohne den Hauch eines schlechten Gewissens entsorgen. „Im vergangenen Jahr sammelten unsere freiwilligen Helfer annährend acht Kubikmeter Müll, für den 1 600 Euro Entsorgungskosten angefallen sind“, sagt ein sichtlich verärgerter Bürgermeister. „Wir haben die berechtigte Vermutung, dass nicht wenige Einwohner aus Sparzwängen lediglich die vier Pflichtentleerungen ihrer Mülltonen zur Entsorgung nutzen. Alles andere wird dann zum Teil illegal entsorgt. Nicht anders ist es zu erklären, dass wir unter anderem immer wieder Katzenstreu, Babywindeln sowie gewöhnlichen Hausmüll in den Papiercontainer der Stadt vorfinden“, zeigt sich Torsten Engel, Chef des Amtsbauhofes, genervt über die täglichen Umweltsünden. Auch seitdem die obligatorischen Termine für die Abfuhr von Sperrmüll weggefallen sind, werde dieser zunehmend illegal an allen möglichen Orten Zarrentins gedankenlos und scheinbar ohne großes schlechtes Gewissen abgelegt. „Auch unsere Container für den Grünschnitt werden regelmäßig für die Entsorgung von Hausmüll, Bio-Toiletten, Sperrmüll oder sogar Autoreifen und elektrischen Großgeräten missbraucht“, zeigte sich Klaus Draeger über das mangelnde Umweltbewusstsein verärgert.

Selbst die jüngsten Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr, die Zarrentiner Floriangruppe, zeigten gemeinsam mit ihrem Chef Danny Seeger-Schmidt ganzen Einsatz beim Reinigen des Ehrenhains.

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