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Hagenower Kreisblatt

18. Oktober 2017 | 11:34 Uhr

Zarrentin : Zarrentiner Cops in neuer Wache

vom
Aus der Redaktion des Hagenower Kreisblatt

Örtlicher Bauhof half beim Umzug aus der Amtsstraße zum Kirchplatz. Präsenz in der Stadt am Schaalsee nach wie vor wichtig

svz.de von
erstellt am 11.Okt.2017 | 05:00 Uhr

Für die kleine Klosterstadt sind sie so bekannt wie Toto und Harry aus dem Fernsehen - Uwe König und Henry Babe. Die Polizeibeamten in Zarrentin gehören zum Straßenbild. Gerade Uwe König, ein Zarrentiner Urgestein, ist sozusagen ein „bunter Hund“ am Schaalsee. „Uwe kennen doch hier wirklich alle. Und wir sind froh, dass wir die Polizei auch weiterhin mit ihrem Büro in Zarrentin haben“, sagt Bürgermeister Klaus Draeger.

Er meint damit, dass die beiden Beamten nicht aus der Klosterstadt abgezogen worden sind. Denn ihre „Wache“ mussten sie jetzt verlassen. Bis vor wenigen Tagen saßen König und Babe noch in der Amtsstraße - gut sichtbar und ebenerdig. Da die Baracke allerdings verkauft wird, musste nun ein neues Domizil für die Polizisten gesucht werden. Die Stadt war dabei sehr kreativ und hat die beiden Polizisten fast am gleichen Ort gelassen. „Ein paar Meter über die Straße und eine Treppe hoch“, sagt Uwe König mit einem schelmischen Lachen. Ein großes Problem habe er mit der Übergangslösung nicht. Denn nicht mehr und nicht weniger ist der Sitz des neues Büros am Kirchplatz. „Unsere Damen aus der Kulturabteilung haben ein wenig Platz gemacht und teilen sich unten im Bürgerbüro nun ein Büro. Oben sind jetzt die Polizeibeamten“, sagt Bürgermeister Klaus Draeger.

„Beim Umzug half der städtische Bauhof. Das war überhaupt kein Problem und wir möchten uns sowohl bei den Leuten vom Bauhof als auch beim Bürgermeister bedanken, dass das alles so reibungslos funktioniert hat“, sagt Henry Babe.

Für Klaus Draeger sei das eine Selbstverständlichkeit gewesen, denn er wisse, wie wichtig die Polizeipräsenz in Zarrentin ist. Denn die eigentliche Polizeistation in Boizenburg könne ja gar nicht so häufig vor Ort sein wie die beiden bekannten Beamten, zu denen viele Einheimische schon ein großes Vertrauensverhältnis aufgebaut haben. „Natürlich hilft es, dass ich hier aus der Region komme. Viele Bürger sprechen uns einfach zwanglos an und geben uns Hinweise, wo wir helfen könnten oder etwas im Argen liegt“, so Uwe König.

Und noch konkreter formuliert es sein Kollege Henry Babe: „Wir sind doch häufig die Ersten am Tatort. Und bevor da irgendjemand etwas verwischen kann, machen wir uns hier vor Ort schon ein ganz genaues Bild. Das ist ein riesiger Standortvorteil.“

So wie die beiden Beamten aus ihrer Erfahrung berichten, wird klar, dass sie ihr Revier bestens kennen - auch die Winkelzüge ihrer „Pappenheimer“. „Wir haben mal gehört, dass es zu Schmierereien und Verwüstungen kommt, wenn unser Auto nicht an der Wache zu sehen ist. Darauf haben wir reagiert und einfach mal woanders geparkt. Als die Spezis dann wieder am Werk waren, haben wir sie überrascht. Sowas gelingt nur, wenn man im Ort eben gut vernetzt ist und sich auskennt“, sagt König, der ebenso wie sein Kollege Babe noch zwei Jahre bis zur Pensionierung hat.

„Wir würden uns natürlich wünschen, dass es eine Nachfolgeregelung mit jungen Beamten für Zarrentin gibt. Mit ebenso engagierten Polizisten“, sagt Bürgermeister Klaus Draeger. Wo die dann sitzen werden? Ebenerdig im jetzigen Bürgerbüro - das sei der Plan.

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