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Hagenower Kreisblatt

21. Oktober 2017 | 06:47 Uhr

Zarrentin : Zarrentin: Eisige Neujahrsgrüße

vom
Aus der Redaktion des Hagenower Kreisblatt

Das unterhaltsame Ritual zum Jahresbeginn lockt jedes Jahr mehr Schaulustige

svz.de von
erstellt am 02.Jan.2017 | 05:00 Uhr

Mit 18 Eisbadern waren es in diesem Jahr zwar sechs weniger als im Vorjahr, die den Sprung ins eiskalte Nass wagten, aber der guten Stimmung tat das keinen Abbruch. Mit Jubel und vergnügtem Wasserspritzen stürzten sich die Spaßvögel vom Schaalsee unerschrocken in die vier Grad kalten, glasklaren Fluten - bereits zum zwölften Mal an einem Neujahrstag. Wieder hatten sich alle Kostüme angelegt, wahrscheinlich damit ihnen im Wasser nicht zu kalt wird ...

„Wir sind von Anfang an dabei“, verrieten Conni Behm und Hans-Peter Hansch aus Döbbersen. Sie waren mit ihren 20er-Jahre-Kostümen wohl am schönsten und auch aufwendigsten verkleidet. Schon im September würden sie beginnen, über ihr Kostüm für das Neujahrsbad nachzudenken. „Das ist schon ein gewisser Druck“, lächelte Hans-Peter Hansch.

„Zu unserem nächsten Jubiläum sind wir dann 25 und stellen einen Teilnehmerrekord auf“, erklärte Hauptorganisator Thomas Weber im Beisein der SVZ.

„Dann sind wir auch dabei“, versprachen Gabi und Bernd aus Zarrentin, die sich das bisher jedes Jahr vorgenommen haben. „Bis jetzt war es uns einfach immer zu warm“, beteuerten die beiden.

Michael Kwoll aus Boizenburg war in diesem Jahr zum ersten Mal mit von der Partie am Schaalsee. Eigentlich wollte er zu dem viel größeren Bade-Event nach Boltenhagen, hat sich aber kurzfristig anders entschieden.

Auf die Frage, wie man sich denn auf solch ein eisiges Bad vorbereiten kann, gab es sehr unterschiedliche Antworten von den Eisbadern. „Mit viel Glühwein. Aber da muss Rum drin sein“, ist das Erfolgsrezept von Uwe. Bernd, nur „der Harte“ von seinen Mitbadern genannt, geht dagegen jeden zweiten Tag im Baggersee Zweedorf in der Nähe seines Wohnortes Schwanheide schwimmen, egal ob Sommer oder Winter. Knut Wuchtig besucht regelmäßig die Sauna.

Michael Kwoll bereitet sich sonst immer mit wechselwarmen Duschen und regelmäßgem Schwimmen auf das Eisbaden vor, hat es in diesem Jahr aber gar nicht geschafft. Geschadet hat das anscheinend nicht, denn er nutzte zusammen mit Bernd „dem Harten“ die Gelegenheit für einen gemächlichen Schwimmausflug. „Man sollte schon körperlich fit sein“, waren sich jedoch alle einig.

Wenn es auch weniger Teilnehmer in diesem Jahr waren, sahen sich mit über 200 Schaulustigen mehr Zuschauer als je zuvor das Frieren der Anderen an. Ditte Busch beobachtete mit ihrem Mann Jens und den Töchtern Jette und Paula zum ersten Mal das eisige Neujahrsritual. „Ich bin eigentlich Zarrentinerin“, erzählte sie der SVZ. Sie und ihre Familie komme jedes Jahr zu Neujahr hierher aus Radebeul, wo sie jetzt wohne. „Ich freue mich immer, wenn ich nach Zarrentin komme und hier was los ist. Das ist ja nicht viel.“ Immerhin sei sie heute auch schon bis zu den Knien im Wasser gewesen ...

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