Jasnitz : Zapfenernte im Revier

Die beiden Forstwirtinnen Regina Quade (r.) und Sybille Behrens ernten von der gefällten Kiefer die Zapfen, die dann zur Gewinnung des Saatgutes aufbereitet werden.  Fotos: Dieter Hirschmann
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Die beiden Forstwirtinnen Regina Quade (r.) und Sybille Behrens ernten von der gefällten Kiefer die Zapfen, die dann zur Gewinnung des Saatgutes aufbereitet werden. Fotos: Dieter Hirschmann

Forstwirte bringen wertvolles Erntegut ein

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04. März 2016, 12:07 Uhr

Geschickt setzt Forstwirt Torsten Walter die Kettensäge an. Nach einigen Schnitten fällt der Baum. Sein Kollegen Hannes Eckhardt unterstützt ihn mit dem Ansetzen der Keile, die die Fallrichtung des Baumes beeinflussen.

Im Revier von Förster Volker Lüdtke in Jasnitz, Forstamt Jasnitz, läuft noch in dieser Woche auf gut zwei Hektar in dem 140-jährigen Kiefernbestand die Zapfenernte. Für die Forstwirte bedeutet das viel Handarbeit, weil die einzelnen Kiefernzapfen mit der Hand geerntet werden müssen.

„Wir halten für diese Ernte spezielle Bestände vor. Es handelt sich um den Samen der heimischen Kiefer, die wir dort einbringen. Wir legen Wert darauf, dass das Saatgut qualitativ hochwertig ist. Deshalb müssen wir darauf achten, dass die Bäume gut gewachsen und gesund sind“, macht Sven Seifert vom Forstamt im SVZ-Gespräch deutlich. Vorgesehen ist für dieses Jahr, aus der Zapfenernte rund acht Kilogramm Saatgut zu gewinnen.

Für die Ernte ist es erforderlich, ausgesuchte Kiefern zu fällen. Die Ernte der begehrten Zapfen erfolgt nämlich am liegenden Stamm, das Holz der Kiefern wird zudem verwertet. Wichtig ist, dass die Zapfen noch geschlossen sind, was aufgrund der derzeitigen Witterungslage der Fall ist.

Die beiden Forstwirtinnen Regina Quade und Sybille Behrens sowie der Praktikant Simon Trimpler zupften von der gefällten Kiefer die einzelnen Zapfen, die in der Scheune des Forstamtes luftig zwischengelagert werden. In der Samendarre in Jatznick erfolgt dann die Aufbereitung des Samens. Dazu werden die Zapfen, wie es in der Fachsprache heißt, zum Klengen gebracht. Eine erhöte Umgebungstemperatur sorgt dafür, dass sich die Zapfen öffnen und die Samenkörner freigeben. Nach der Aufbereitung in der Darre steht das Saatgut für Forstbaumschulen zur Aussaat von neuen Kiefern zur Verfügung.

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