Infrastruktur Brahlstorf : Zahn der Zeit nagt an alter Brücke

Die Brücke in Preten von Harald Bock fotografiert und verfremdet. Er gewann damit einen Preis beim Fotowettbewerb „So schön ist unser Amt Neuhaus“ im Jahr 2012.
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Die Brücke in Preten von Harald Bock fotografiert und verfremdet. Er gewann damit einen Preis beim Fotowettbewerb „So schön ist unser Amt Neuhaus“ im Jahr 2012.

Gemeinde fehlt das Geld für eine Sanierung / Bauwerk muss vielleicht nach Brückenprüfung für Nutzer gesperrt werden

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25. November 2014, 12:56 Uhr

Sie ist in die Jahre gekommen, die alte Eisenbahnbrücke über der Sude in Preten. Im Jahr 1912 wurde sie in Betrieb genommen, als die Kleinbahn von Brahlstorf nach Neuhaus fuhr. Die Eisenbahn ist längst Geschichte, aber die Brücke erfüllte bisher immer noch ihre Funktion für Fußgänger und Fahrradfahrer, die den Radweg zwischen Brahlstorf und Neuhaus auf dem ehemaligen Bahndamm nutzen. Auch wenn sie es nicht bräuchten, weil eine alternative Streckenführung vorhanden ist. Und sie steht unter Denkmalschutz.


Schäden sind schon jetzt erheblich


In naher Zukunft aber könnte die Brücke vielleicht ganz gesperrt werden. Für 2015 steht eine große Brückenhauptprüfung durch ein Ingenieurbüro an und Schäden sind schon in der letzten einfachen Prüfung im Jahr 2012 festgestellt und festgehalten worden. Der Belag aus Riffelblech und der Unterbau sind schadhaft und das Geländer entspricht nicht den Vorschriften. Es ist nicht hoch genug und auch nicht so konstruiert, wie es sein sollte. Die Tragkonstruktion ist noch ausreichend, aber die Pfeiler weisen starke Schäden auf. Feuchtigkeit, Frost und Bewuchs haben dazu geführt, dass Fugen ausgewaschen sind und dass große Bereiche im Mauerwerk lose oder schon abgefallen sind. Auch das Ufer der Sude ist gefährlich nah an die Pfeiler gewandert. „Für die Fahrradsaison 2014 hat unser Bauhof mit Bordmitteln den Belag soweit hergestellt, dass die Brücke noch zu nutzen ist“, so Franz Gerno Panz vom Bauamt der Gemeinde.

Keine Frage, dass man das Bauwerk möglichst erhalten möchte. Der Meinung waren auch die Mitglieder des Bauausschusses, als sie im Juli dieses Jahres die Brücke in Augenschein nahmen. Doch die finanzielle Situation der Gemeinde ist bekanntermaßen schlecht, man kann den Radweg nutzen, auch ohne dass man die Brücke braucht. Mit dem Bau der Verwallung um die Holländerei ist in naher Zukunft der Hochwasserschutz für die Holländerei gegeben, so dass auch das Argument entfällt, man müsse die Brücke als Evakuierungsweg erhalten. Eine komplette Brückensanierung scheint noch viele unrealistischer als eine Instandsetzung für die Nutzung durch Radler und Fußgänger. Die Verwaltung soll trotzdem nach Möglichkeiten der finanziellen Förderung suchen.

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