Zu viel Alkohol : Zahl der Komasäufer in Hagenow bleibt hoch

Trinken aus Verzweiflung und Einsamkeit: Zu den Feiertagen wird häufiger zur Flasche gegriffen.
Trinken aus Verzweiflung und Einsamkeit: Zu den Feiertagen wird häufiger zur Flasche gegriffen.

DAK informiert: 2014 landeten 20 Kinder und Jugendliche mit einer Alkoholvergiftung im Krankenhaus

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26. November 2015, 16:44 Uhr

Die Zahl alkoholbedingter Klinikaufenthalte von Kindern und Jugendlichen bleibe in Stadt und Kreis auf hohem Niveau. Das Rauschtrinken sei nach wie vor bei Schülern ein Problem, heißt es nach aktuellen Informationen der DAK-Gesundheit. Demnach landeten im letzten Jahr 20 Kinder und Jugendliche mit einer Alkoholvergiftung im Krankenhaus. Nach bislang unveröffentlichten Zahlen des Statistischen Landesamtes sei die Zahl der Betroffenen im Vergleich zu 2013 konstant.

„Nach wie vor gehört für viele Jugendliche der Alkohol zum Feiern und Spaß haben dazu“, sagt Annegret Bretz, von der DAK-Gesundheit in Hagenow. „Daher bleibt für uns die weitere Alkoholprävention unverzichtbar, damit sich die positive Entwicklung beim Rauschtrinken in den kommenden Jahren fortsetzt.“ Besonderen Anlass zur Sorge bereitet Experten allerdings der Alkoholmissbrauch bei den jüngeren Mädchen und Jungen. In der Altersgruppe der Zehn - bis 15-Jährigen mussten in der Region drei Kinder in einer Klinik behandelt werden, zwei Mädchen und ein Junge.

Zur Aufklärung setze die Krankenkasse auch 2016 die erfolgreiche Kampagne „bunt statt blau – Kunst gegen Komasaufen“ in Hagenow fort. Beim bundesweiten Wettbewerb würden Schüler zwischen zwölf und 17 Jahren aufgerufen, mit Plakaten kreative Botschaften gegen das Rauschtrinken zu entwickeln. Auch die Schulen in der Region seien angeschrieben und zur Teilnahme eingeladen worden.

„An der mehrfach ausgezeichneten Präventionskampagne gegen Alkoholmissbrauch nahmen seit dem Jahr 2010 mehr als 72 500 junge Künstler teil. Weitere Infos über die Aktion gibt es im Internet unter www.dak.de/buntstattblau. Landesschirmherrin ist Sozialministerin Birgit Hesse.“

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