Kaarßen : Würdevolle Trauerfeiern möglich

Große Freude bei allen Beteilgten: die Friedhofskapelle kann wieder genutzt werden.
Große Freude bei allen Beteilgten: die Friedhofskapelle kann wieder genutzt werden.

Nach einer knapp einjährigen Sanierung konnte die Friedhofskapelle in Kaarßen nun ihrer Bestimmung übergeben werden

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12. März 2015, 13:07 Uhr

Sekt und Orangensaft in der Friedhofskapelle in Kaarßen, dass wird sicher eine einmalige Angelegenheit bleiben. Aber es gab etwas zu feiern, nämlich die Tatsache, dass es nun nach der Sanierung des Gebäudes wieder möglich ist, in einem würdevollen Rahmen eine Trauerfeier abzuhalten. Zahlreiche Mitglieder der Kirchengemeinde und der Dorfgemeinschaft, die Pastoren Schieferdecker, Mitglieder der Verwaltung aus Neuhaus und sogar Landrat Manfred Nahrstedt waren zusammen gekommen, um den Anlass zu würdigen.

Die in den frühen 70er Jahren gebaute Trauerhalle hatte ihre besten Zeiten lange hinter sich. Pastor Matthias Schieferdecker lehnte es irgendwann ab, hier noch Trauerfeiern abzuhalten, weil der Zustand des Gebäudes das seiner Ansicht nicht mehr zuließ. Es gab ein langes Hin und Her, bis sich die politische Gemeinde zur Sanierung entschloss. Die Statik wurde verbessert, Elektrik und Beleuchtung komplett erneuert, eine zweite Tür eingebaut und die Front mit einer großen Glastür versehen. Nun ist alles hell und freundlich, die Trauergäste betreten von der Seite den Raum, Sarg oder Urne stehen vorne und werden nach der Feier durch die Vordertür auf den Friedhof getragen. Landrat Nahrstedt hatte die Idee eingebracht, als er vom ehemaligen Landrat Franz Fietz nach Kaarßen eingeladen worden war, um sich den Zustand der Kapelle anzuschauen. Der Besuch war auch insofern erfolgreich, als dass aus dem Strukturentwicklungsfonds des Landkreises 16  000 Euro gegeben wurden. Doch auch viele Privatpersonen spendeten eifrig und die Kirche selbst gab auch was (zusammen 11  780 Euro), so dass die politische Gemeinde, der das Gebäude gehört, bei Gesamtkosten von 70 500 Euro noch mit rund 42 700 Euro dabei war. Pastorin Renate Schieferdecker lobte das Zusammenspiel aller Kräfte, Bürgermeisterin Grit Richter dankte allen, die sich für die Sanierung eingesetzt hatten. „Die zu DDR-Zeiten entstandene Friedhofskapelle ist ein Stück Kultur von Kaarßen, das unbedingt erhalten werden musste“, so Landrat Nahrstedt. „Friedhofskapellen sind ein Ort des Abschieds. Und die sanierte Kapelle erlaubt nun würdevolle Trauerfeiern.“

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