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Hagenower Kreisblatt

17. Oktober 2017 | 13:27 Uhr

Zarrentin : „Wow - ist das herrlich hier!“

vom
Aus der Redaktion des Hagenower Kreisblatt

Traktoren-Tour für krebskranke Kinder macht Station in Zarrentin am Schaalsee. Fünf Unternehmer begeistert von der Idylle am Wasser

svz.de von
erstellt am 29.Aug.2017 | 05:00 Uhr

Am Wegesrand zückten die Zarrentiner gestern erstaunt die Handys und drehten mit großen Augen Videos. Das, was sie da begeistert in Bildern festhielten, ist nicht alle Tage zu sehen: eine kleine Kolonne von echten „Schätzchen“. Die fünf offenen Traktoren, ohne Dach, erregten nicht nur in der Innenstadt Aufsehen. Auch am Ufer des Schaalsees hatten die Männer mit ihren Treckern schnell etliche Fans gefunden.

Doch nicht nur die Zarrentiner waren quasi von den Socken. Auch die fünf Unternehmer aus Lohne waren hellauf begeistert. „Wow - ist das herrlich hier“, gerät Frank Berding bei der Ankunft am Schaalsee direkt ins Schwärmen. „Unser schönster Halt bis jetzt“, sagt Helmut Korhake. Der 63-Jährige hat die Tour der Freundschaft auch ins Leben gerufen. Denn die fünf Männer aus Lohne sind nicht nur aus Jux und Dollerei mit ihren etwa 60 Jahre alten „Babys“ on Tour. „Wir sammeln Spenden für unser Kinderhospiz in Syke. Dort sind krebskranke Kinder in Betreuung, die mit ihren Eltern da wohnen können. Für manche Kinder ist es der letzte Lebensabschnitt. Hier wird also wirklich jeder Cent dringend benötigt“, sagt Korhake.

Spendenkonto: Treckerfreunde Lohne, IBAN: DE62 2805 0100 0002 0063 51

25 000 Euro sind bereits zusammengekommen. Und auf der siebentägigen Tour von Lohne bis nach nach Koszalin in Polen soll es noch weit mehr werden. „Wir wollen gern mit noch mehr Spenden zurückkommen. Dafür betreiben wir auch ganz offensiv Werbung und sind dankbar, dass wir mit der Schweriner Volkszeitung einen Unterstützer haben“, so Berding.

Selbstredend, dass die Traktorfahrer aus Leidenschaft ihre Unterkünfte und Dieselkosten aus der eigenen Tasche bezahlen. Alles für den guten Zweck. 800 Liter Diesel gehen durch die Motoren aller Oldtimer, die bei der Tour ebenso gefordert werden wie die Rücken der Fahrer. „Es ist eigentlich so ein kleiner Wettbewerb. Wer hält besser durch. Wir oder die Technik. Zipperlein gibt es auf beiden Seiten schon mal, wenn man bedenkt, dass wir täglich sieben Stunden fahren“, so Korhake.

Auch Alwin Riesenbeck, Martin Korhake und Franz-Josef Böckmann zählen zur Truppe, die mit Modellen Güldner, Eicher Panther, Hanomag, Porsche Standard Star und Eicher Königstiger unterwegs sind. Neben der guten Sache darf der Spaß natürlich nicht zu kurz kommen. Alle lieben ihr Hobby und ihre tollen Fahrzeuge. Dass bewundernde Blicke von Zuschauern gut tun, muss wohl nicht betont werden. In Zarrentin jedenfalls gab es viele Einheimische, die fasziniert stehen blieben, ehe die Traktoren-Kolonne in Richtung Schwerin weiterrollte.

 

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