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Visionen für Boizenburg : Wovon wollt ihr träumen?

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Die Initiative des Kino-Clubs geht mit einer Website online, die eine Diskussion um Zukunftsvisionen für Boizenburg anregen will.

svz.de von
erstellt am 28.Feb.2016 | 09:00 Uhr

„Boizenburger Magazin für Zukunftsfragen“ nennt sich die Website www.aussicht-boizenburg.de, die in den letzten Tagen online gegangen ist. Die Macher sind Cenci Goepel, Harald Warnecke, Jörn Großspitz und Christian Lempp aus dem Umfeld des Kino-Clubs. „Diese Online-Zeitung wird - im besten Fall - von allen Boizenburgern und Boizenburgerinnen gemacht, denen an der Zukunft ihrer schönen Stadt gelegen ist“, liest man, sobald man die Seite aufruft. „Die Idee ist einfach: Die Entwicklung von Perspektiven, der Blick über den Tellerrand und der Austausch von Konzepten, Plänen, Informationen und Meinungen ist konstruktiv für die Zukunft unserer Stadt“, heißt es dann weiter.

Besonders in Boizenburg könnten die Initiatoren damit einen Nerv der Bewohner getroffen haben, denn gerade in den letzten Wochen wurde hier viel, auch in der SVZ, über Dinge diskutiert, die mit der Zukunft der Stadt zu tun haben: Sei es die Verkehrsanbindung und wie es damit werden soll, Pro & Contra zur geplanten Ansiedlung eines Rewe-Marktes oder die so sehr gewünschte Belebung der Altstadt.

„Wir hatten den Eindruck, dass es überall in den verschiedenen Gruppen, Gremien und Institutionen Zukunftskonzepte gibt, die aber den anderen nicht bekannt sind und die man mal zusammen bringen muss“, erklärt Harald Warnecke eines der Anliegen der Seiten-Macher.

„Wir fühlen uns nicht allein verantwortlich für das Input der Seite, sondern wir wollen eher die Themen und Zukunftsvisionen, die uns die Boizenburger schicken, aufbereiten und veröffentlichen“, erläutert Christian Lempp weiter.

Dabei sei die Gruppe vor allem an Zukunftskonzepten interessiert, die über aktuelle Diskussionen hinaus Bestand haben, ergänzt Cenci Goepel.

Im Moment gibt es beispielsweise auf der Seite die umfassende Vision einer Landschaftsarchitektin für die kommenden Jahre: „Durch die Neugestaltung des Hafenkopfs wird nicht nur die Verbindung von Altstadt und Hafen gestärkt, sondern auch ein attraktiver Ort für Touristen geschaffen, die hier vom südlichen Elbradwanderweg oder mit dem Boot in Boizenburg ankommen. Hier gibt es alles, was das Touristenherz begehrt: Cafés mit Terrassen, Spielplatz für die Kleinen, Biergarten mit Lifemusik“, heißt es in ihrer Vision mit gekonnt gemachten Grafiken unter anderem.

Unter der Rubrik „Jugend“ haben Claudius Holler und Daniel Plötz - die Hamburger, die dem Skatepark das Gelände und ein Drittel einer Werfthalle sehr preisgünstig zur Verfügung stellen - zusammen mit dem Kino-Club eine umfassende und spannende Vision entwickelt, die ebenfalls das Gelände am Hafen betrifft.

Am Skatepark sehen sie an der Elbe eine Beachclub und eine Belebung des Wassersports, vor allem durch die Errichtung einer Surfwelle in der Boize, die eine große Anziehungskraft in Norddeutschland entwickelt. Sie wollen auch ein Hostel einrichten, einen Ort, an dem Schulklassen und Reisende auf Künstler aus Hamburg treffen, die dort zeitweise arbeiten. Und es soll eine Schau-Manufaktur für Bier und Whisky in der Werfthalle entstehen.

„Man kann uns jederzeit Zukunftskonzepte aller Art schicken. Aber wir werden auch jeden Monat ein bestimmtes Thema diskutieren“, berichtet Christian Lempp noch. „Der Monat März steht unter dem Motto: ’Jugend’. Was soll beispielsweise aus dem Jugendclub am Bahnhof werden?“

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