Bresegard : Wolfsalarm in Bresegard bei Picher

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Bürger treffen erste Sicherheitsmaßnahmen und warnen andere vor dem Tier

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09. März 2016, 12:00 Uhr

Bisher hatten zwar mehrere Bürger von Bresegard gemeldet, dass sie einen Wolf gesehen hätten, aber nachweisen konnte es niemand.

„Am 4. März lief mir um 11.25 Uhr ein Wolf auf der Kreisstraße 21, Hufe 5 vor dem Auto über die Straße. Als ich das Fahrzeug stoppte, drehte er sich am Ackerrand nach mir um und lief dann in Richtung Westen über den Acker davon. Das habe ich fotografiert“, schreibt uns Karin Ose Röckseisen. Frau Henkel (Hufe 3) habe schon im Dezember 2015 berichtet, dass ihr nachts ein Wolf an etwa derselben Stelle vors Auto gelaufen sei.

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„Bürgermeisterin Dr. Marianne Röckseisen bemerkte im Februar 2016 zwei Mal beim abendlichen Gang mit dem Hund (ca. 23 Uhr) im Licht der Taschenlampe gelb-orange Augen auf dem Acker westlich der K 21 auf Höhe Hufe 4. Der Hund hatte offensichtlich Angst und zog beide Male intensiv an der Leine in Richtung zu Hause. Schon mehrmals haben unsere Pferde in der Dämmerung die Nüstern gebläht, geschnauft und getobt. Seitdem sperren wir unsere fünf Kamerunschafe, die wir als Rasenmäher auf dem Hofgelände laufen lassen, schon zur Dämmerung in den Stall und gehen mit dem Hund noch bei Helligkeit Gassi oder nehmen bei Dunkelheit eine helle Lampe mit.", sagt sie.

„Aber nun wissen wir, dass das nicht reichen wird – denn ich habe den Wolf ja am helllichten Tage gesehen. Wir haben begonnen, als erste Notmaßnahme unser Hofgelände durch Elektrozaun zu sichern und werden einen Wildzaun installieren. Da in Bresegard mehrere Bürger Schafe, Pferde und Hunde halten und die Agrargesellschaft bei ihrer Mutterkuh-Herde demnächst Kälber erwartet, halte ich es für wichtig, alle Bürger zu Vorsichtsmaßnahmen anzuregen. Bei der Damwildherde in Bresegard-Niels, bei Schafen in Picher und Kuhstorf hat ein Wolf schon Tiere gerissen. Egal, was wir von der Willkommen-Wolf-Kultur halten, wir müssen versuchen, uns darauf einzustellen und dagegen zu schützen. Eine umfassende Warnung ist notwendig und nur über öffentliche Medien wie beispielsweise die Schweriner Volkszeitung möglich.“

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