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Neuhaus : Wohnmobil-Stellplätze brächten Touristen

vom
Aus der Redaktion des Hagenower Kreisblatt

Noch immer fehlt ein Wohnmobilstellplatz in Amt Neuhaus. Nun gibt es berechtigte Hoffnung auf eine Realisierung in Darchau

Wer will, dass auch Wohnmobiltouristen ihr Geld vor Ort ausgeben, der muss für attraktive Stellplätze sorgen. In der Gemeinde Amt Neuhaus wird schon seit Längerem diskutiert, bisher ohne Ergebnis. Doch nun scheint wieder Schwung in die Sache zu kommen.

Jens Kowald, Geschäftsführer der Flusslandschaft Elbe GmbH, war zur jüngsten Sitzung des Ausschusses für Wirtschaft, Tourismus und Kultur gekommen, um zu berichten. „Wir haben krampfhaft nachgedacht, wo man einen attraktiven Platz hinkriegen würde und immer geglaubt, dass eine Stellplatz am Fähranleger unmittelbar an der Elbe wegen des Biosphärenreservats ausgeschlossen ist. Dem ist aber nicht so. Die Fläche ist A-Gebiet und könnte für einen Stellplatz genutzt werden“, so Kowald im Ausschuss.

Er konnte auch schon mit einer groben Skizze aufwarten. Demnach könnten dort zwischen zwölf und 15 Stellplätze entstehen. Die Wohnmobile müssten so stehen, dass der Blick auf die Elbe gegeben ist. „Wir haben hier eine ungehinderte Zufahrt, eine schöne Aussicht, also eine sehr attraktive Situation. Was fehlt ist einzig ein Ortszentrum in flußläufiger Entfernung.“

Die Situation mit den Eigentumsverhältnissen sei vergleichsweise einfach, die Fläche gehöre dem Wasser- und Schifffahrtsamt und sei von der Gemeinde gepachtet. Man sei jetzt an dem Punkt, wo Planungsunterlagen erstellt werden müssten. Und Jens Kowlad konnte mit einer Zusage des Landkreises Lüneburg locken. Der Landkreis würde die Kosten für die Planung übernehmen.

Ganz grob gerechnet würden Baukosten von etwa 160.000 Euro entstehen. „Ich bin aber sicher, die können im Rahmen des großen, länderübergreifenden Projektes „Kurs Elbe“ über Leader mit finanziert werden“, so Kowald weiter. An dieser Stelle sei aber nun die Flusslandschaft Elbe raus aus aus dem Projekt, Projekträger wäre dann die Gemeinde.

Der mögliche Betreiber des Stellplatzes kann mit etwa 12.500 Euro an Einnahmen rechnen, wenn 15 Plätze an 80 Tagen belegt wären. Abzüglich aller betriebsbedingten Kosten blieben rund 5000 Euro übrig. „Wenn wir es jetzt nicht machen, dann wird es nie was“, unterstrich der Kowald abschließend.

„Den Standort finde ich gut, da stehen sowieso schon immer Wohnmobile“, äußerte Ulf Göldner als beratendes Mitglied. „Die Fragen nach der Finanzierung werden die wichtigsten sein“, so Ausschussvorsitzender Manfred Ickert. „Wir müssten die Anträge bei Leader und anderen stellen. Wie halten wir den Ball im Spiel?“ „Die Verwaltung braucht ein Signal. Es muss eine politische Entscheidung getroffen werden“, wandte sich Bürgermeisterin Grit Richter an die Ausschussmitglieder. Die wollten gerne einen empfehlenden Beschluss fassen. Aber das ging zum wiederholten Male nicht, weil nicht genug stimmberechtigte Mitglieder gekommen waren. Yvonne Behnke und Annemarie Senkbeil (beide SPD) und Jürgen Elvers (Unabhängige) waren nicht gekommen und hatten auch keinen Vertreter geschickt. Manfred Ickert (FDP) und Heinrich Hauel CDU) gaben aber wenigsten eine Art Willensbekundung ab, das Thema unbedingt weiter zu voran zu treiben.

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erstellt am 04.Jul.2016 | 20:00 Uhr

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