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Hagenower Kreisblatt

14. Dezember 2017 | 11:26 Uhr

Boizenburg : Wohl der Mieter stets im Blick

vom
Aus der Redaktion des Hagenower Kreisblatt

Die Allgemeine Wohnungsgenossenschaft feiert ihr 60-jähriges Bestehen in diesem Jahr / Balkone in Ludwig-Reinhard-Straße angebracht

von
erstellt am 24.Sep.2014 | 16:08 Uhr

Henrik Burmeister, Marlon Ahrens und Quentin Harder freuen sich: die drei Jungs haben am Luftballonweitflugwettbewerb der Allgemeinen Wohnungsbaugenossenschaft (AWG) Boizenburg beim diesjährigen Hafenfest teilgenommen und den ersten bis dritten Platz erzielt. Stolz haben sie nicht nur die Luftballons, sondern auch ihre Preise, wie die coolen Rucksäcke, in den Händen.

Grund zur Freude hat aber auch die AWG: Das Unternehmen feiert in diesem Jahr sein 60-jähriges Firmenjubiläum. „Wir hatten uns nicht nur mit einem Stand beim Hafenfest präsentiert, sondern die Veranstaltung auch finanziell unterstützt“, sagt Marita Lewerenz, geschäftsführende Vorstandsvorsitzende der AWG. Denn es seien schließlich auch ihre Mieter, die das Fest besuchen und dort ihre Freizeit verbringen.

Dass sich die Mieter in ihren Wohnungen wohl fühlen, und dass bei ihren Anliegen oder Problemen stets nach Lösungen gesucht wird, ist für das Unternehmen ganz selbstverständlich. Generell wird der Service bei der AWG groß geschrieben: So bieten sie unter anderem einen 24-Stunden-Bereitschaftsdienst und eine Anlaufstelle am Ort. „In der Ludwig-Reinhard-Straße 17 bis 20 haben wir in diesem Jahr 32 Balkone angebaut“, schildert Marita Lewerenz ein Anliegen der Mieter, das sie umgesetzt haben. Im nächsten Jahr werden in den Nummern 13 bis 16 ebenfalls Balkone angebracht, fügt sie hinzu. Zudem plane die AWG in den kommenden Jahren, auch ein barrierearmes Wohngebäude zu errichten. Dafür habe das Unternehmen bereits das Grundstück in der Richard-Markmann-Straße 5, bei der Alten Schule, erworben. „Die Planungen dazu laufen gerade“, hält sich Marita Lewerenz noch bedeckt. Die Vorstandsvorsitzende ist seit 1996 im Unternehmen, kennt den Betrieb wie ihre eigene Westentasche. Die Genossenschaft hat derzeit einen Bestand von 1194 Mietwohnungen bzw. 44 Wohngebäuden, auch 570 Stellplätze zählen dazu. Zudem unterhält die AWG sieben Spielplätze in Boizenburg. Das Unternehmen zählt derzeit 1270 Mitglieder. Besonders die Zahl der Mietwohnungen ist im Laufe der Zeit ziemlich konstant geblieben – 1990 bewirtschaftete die AWG 1237 eigene Wohnungen. Durch den damaligen Verkauf von Wohneigentum, einer so genannten Altschuldenentlastung, hatte sich der Bestand leicht verringert. Der damalige AWG-Chef Johannes Witek begann Mitte der 90-er Jahre, die Wohnblöcke zu sanieren. So wurden bis 2003 neue Fenster und Wärmedämmung eingebaut, Bad-Sanierungen vorgenommen oder die Dächer erneuert – je nachdem, was nötig war. 2001 baute die Wohnungsgenossenschaft in der Hölderlinstraße 1 bis 7 sowie 9 bis 15 neue Reihenhäuser hin. Werterhaltende Maßnahme werden seit 2004 durchgeführt. Gegründet wurde die damalige Arbeiterwohnungsbaugenossenschaft (AWG) des VEB Elbewerft Boizenburg mit dem Eintrag im Register des Rates der Stadt am 20. Juli 1954. „Aber schon am 11. Mai 1954 hatten 27 Menschen von der Elbewerft und der Fliesenwerke auf Initiative der Betriebsgewerkschaftsleitungen ihre Bereitschaft signalisiert, eine AWG zu gründen“, schildert Lewerenz die Historie. Dann hätte alles seinen Lauf genommen, fügt sie hinzu.

Unvorstellbar sei aus heutiger Sicht auch, dass die Mieter entsprechend ihrer Wohnungsgröße Arbeitsstunden ableisten mussten, so Lewerenz.

Sie habe selbst einmal in einer AWG-Wohnung gelebt, weiß, welch gutes Miteinander in so manchem Wohnblock vorhanden war. Das sei heute leider nicht mehr ganz so häufig der Fall. Deshalb würde sich Marita Lewerenz wünschen, wenn künftig wieder etwas verstärkter der Austausch miteinander gesucht würde.

Den kompletten Beitrag finden Sie im e-paper Programm unserer Zeitung und natürlich in der Printausgabe am Donnerstag.

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