Wittenburg : Wobau schnürt Investitionspaket

Die Einwohnerzahl von Wittenburg steigt wieder, und damit auch der Bedarf an Wohnungen.
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Die Einwohnerzahl von Wittenburg steigt wieder, und damit auch der Bedarf an Wohnungen.

Wittenburger Wohnungsbau- und Verwaltungsgesellschaft bereitet Sanierung von 30 Wohnungen vor

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14. Januar 2016, 21:00 Uhr

Die Bevölkerungsentwicklung in Wittenburg ist gut. Erst auf dem jüngsten Neujahrsempfang machte Bürgermeisterin Margret Seemann darauf aufmerksam. Nach Informationen von André Bernowitz aus der Wittenburger Stadtverwaltung sind jetzt 6247 Einwohner in der Stadt gemeldet. Die Eingemeindung von Körchow und Lehsen hat sicherlich ein gutes Stück zu diesem Wachstum beigetragen. Dennoch sei die Entwicklung bei den Einwohnerzahlen stabil mit leicht steigender Tendenz.

Diesen Trend spürt auch die Wittenburger Wohnungsbau- und Verwaltungsgesellschaft (WWV) als größter Vermieter in der Stadt und stellt sich darauf ein. Nach den Worten von Geschäftsführer Jan Zimmer sollen in diesem Jahr mehr Wohnungen als in den vergangenen Jahren modernisiert werden. Das Unternehmen schnürte ein Investitionspaket für den Bereich des Friedensringes, wo knapp 2000 Mieter wohnen.

„Wir haben uns in unserem Wirtschaftsplan für dieses Jahr vorgenommen, kontinuierlich unseren Leerstand im Bereich Friedensring weiter abzubauen, so wie wir es in den vergangenen Jahren schon gemacht haben. Allerdings mit einem kleinen Unterschied. Wir wollen in diesem Jahr mehr machen. In den vergangenen Jahren hatten wir acht bis zehn Wohnungen modernisiert. Jetzt wollen wir 30 Wohnungen modernisieren, weil wir festgestellt haben, dass die Nachfrage vorhanden ist“, macht Jan Zimmer, der Geschäftsführer der WWV im SVZ-Gespräch deutlich. Natürlich will die städtische Wobau den Markt gern bedienen, das gehe nach seinen Worten aber nur mit modernen Wohnungen. Alte Strom-, Wasser- und Abwasserleitungen gehen gar nicht mehr, die müssen erneuert werden. In die Wohnungen kommen zudem neue Bäder, Fußböden und Türen.

„Dieses Konzept haben wir bereits auf dem Friedensring und in der Innenstadt gefahren, und haben mit unseren Möglichkeiten schrittweise den Modernisierungsstand verbessert. Wir wollen in diesem Jahr mehr machen, weil wir die Chance sehen, mehr Wohnungen vermieten zu können. Und wir hoffen so auch, unseren Leerstand auf dem Friedensring deutlich runter fahren zu können. Unsere Zielmarke ist es, dass wir mit dem Leerstand unter acht Prozent kommen. Da sind wir noch nicht, befinden uns aber auf dem Weg dahin“, sagt Jan Zimmer.

Die Stadt Wittenburg partizipiert derzeit u.a. vom Zuzug von neuen Mitarbeitern, die auf dem Business-Park an der A 24 arbeiten und die in Zarrentin keine entsprechende Wohnungen finden. Außerdem gibt es Nachfragen von Menschen, die in Wittenburg einen Arbeitsplatz gefunden haben. Vorrangig sollen im Bereich des neuen Friedensringes Ein-, Zwei- und Drei-Zimmer-Wohnungen modernisiert werden, weil die am meisten gefragt sind. Die WWV wird für dieses Vorhaben rund 250  000 Euro investieren, eine Förderung gibt es nicht. Parallel dazu wird in einem Wohnblock, in dem es noch eine alte Ein-Rohr-Heizungsanlage gibt, ein Zwei-Rohr-System eingebaut. Das bringt bessere Einspareffekte für die Verbraucher. Dafür sind 80  000 Euro vorgesehen, sodass die Wobau in diesem Jahr für insgesamt 330  000 Euro in den Wohnbestand auf dem Friedensring investieren wird. Die Finanzierung erfolgt mit Eigenmitteln und mit einem günstigen Bankdarlehen. „Erste vorbereitende Arbeiten sind bereits gelaufen, die Firmen werden dann Ende Januar mit den Arbeiten beginnen. Das Groh der Wohnungen soll bis zum Sommer fertig sein“, sagt Jan Zimmer und bringt die Hoffnung zum Ausdruck, die Wohnungen auch vermieten zu können.

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