Stoppelcross in Waschow : Wo Staub und Lärm zu Hause sind

Staub und Dreck: Nichts für Angsthasen.
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Staub und Dreck: Nichts für Angsthasen.

Stoppelcross in Waschow lockte beinharte Fan-Gemeinde/mehr als 60 ehrenamtliche Helfer und die Feuerwehr aus Karft unterstützten

svz.de von
10. April 2017, 05:00 Uhr

Ohrenbetäubender Lärm, herumfliegender Staub und Dreck, Benzin- und Abgasgerüche sowie unüberhörbare Geräusche von Winkelschleifern und Akkuschraubern. Diese Art der Freizeitbeschäftigung muss man ohne Zweifel mögen, doch die Anzahl der Liebhaber des Motorsports war am vergangenen Sonnabend bei der mittlerweile 5. Auflage des Waschower Autocrossrennens ungebrochen.

„Vor zwei Jahren haben wir vom Motorsportclub Rot-Weiß Luckwitz diese Rennserie übernommen, um sie nun zweimal jährlich jeweils im Frühling und Herbst auf verschiedenen Äckern der Region um Waschow auszutragen“, erzählt Alexander Gast, der dem ausrichtenden Verein Racing Team Waschow e.V. seit nunmehr zwölf Jahren vorsteht. Am vergangenen Sonnabend starteten auf dem zum Spargelhof Gast gehörenden Gelände zwanzig Teams in sechs verschiedenen Klassen. „Während etwa achtzig Prozent der Fahrer in der frontangetriebenen Liga starten, freuen wir uns auch über eine eigene Jugendliga für vierzehn- bis achtzehnjährige Motorsportbegeisterte, aber auch über Fahrer in der heckangetriebenen oder Allrad-Liga“, gibt Alexander Gast einen kurzen Überblick über das Starterfeld. Unter ihnen war am Sonnabend auch Fabian Kühn vom ausrichtenden Verein aus Waschow.

Der 31-jährige gelernte KFZ-Mechaniker engagiert sich schon seit dem Jahr 2010 im Racing-Team und hat seitdem unzählige Arbeitsstunden in seinem Buggy mit einem VR6-Motor mit 2,8 Liter Hubraum und einer Leistung von 175 PS investiert. „Zum Glück geht nach jedem Rennen etwas kaputt, so dass bei mir nie Langeweile aufkommt und ich fast täglich nach meiner Tätigkeit als Maschineneinrichter in Lübtheen meinem großen Hobby frönen kann“, sagt Fabian Kühn im Gespräch mit der SVZ. Und dabei liegt bei der gesamten Familie Kühn sprichwörtlich Benzin im Blut, auch Mutter Brigitte sorgte schon am frühen Sonnabendmorgen am Rande der Strecke für einen reibungslosen Ablauf des Rennens. „Immer wenn mein Sohn Fabian mit seinem Auto startet, dann stellen sich bei mir Magenschmerzen ein und ich muss dabei an den zum Glück glimpflich ausgegangenen Überschlag vom vergangenen Jahr zurückdenken“, muss Brigitte Kühn zugeben.

Schon am Sonntagabend war vom großen Spektakel in Waschow nicht mehr viel zu sehen. „Schließlich wollen wir schon in etwa zwei Wochen Mais auf unserem Acker aussähen“, sagt Alexander Gast, bevor er zügig und zielstrebig zu seinem Team enteilte. Ein ausdrücklicher Dank geht von Alexander Gast an die mehr als 60 ehrenamtlichen Helfer und die Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr aus Karft, ohne die ein solches Event nicht durchzuführen wäre. Aber auch über die großzügige Unterstützung des Amtes Wittenburg ist der Vereinsvorsitzende froh.


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