Wo soll das denn enden?

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10. März 2014, 11:12 Uhr

Zugegeben, es ist nur ein Brunnen. Einer von vielen. Doch wir sprechen hier auch von 40 Metern Tiefe, vom Grundwasser. Und wir reden von Pflanzenschutzmitteln, die man eben nicht so einfach aus dem Wasser herausfiltern kann. Und wenn man dann noch weiß, dass Regenwasser Jahrzehnte braucht, um den ersten Grundwasserleiter zu erreichen, dann darf man sich schon Sorgen machen. Selbst wenn ab sofort keine Pflanzenschutzmittel verwendet würden, würde das Vorhandene noch Jahrzehnte beharrlich nach unten sickern. Bekommen wir jetzt so nach und nach die Strafe für unsere extensive Landwirtschaft? Diese Frage muss man stellen.

Bisher haben wir uns immer sicher gefühlt, Mecklenburg, das Land der Seen und Wälder. Aber eben auch das Land der gedüngten Felder und davon nicht zuwenig. Lückenlose Überwachung beim gesündesten Lebensmittel, das wir haben, ist das Mindeste, was man von den Behörden verlangen kann. Auch wenn das sicher viel Geld kosten wird. Vielleicht auch eine Überprüfung aller Brunnenstandorte. Sicher ist es klüger, neue Brunnen in Waldgebieten niederzubringen, als direkt an Felder zu legen. Doch ob das alles auf Dauer sicher ist, das kann derzeit niemand von den Fachleuten mit letzter Sicherheit sagen.

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