Gemeindevertreter befürchten Gestank : Wittendörper lehnen größere Ferkelei ab

Für die Erweiterung einer Ferkelaufzuchtanlage soll  die Gemeinde Wittendörp eine Stellungnahme zur Festlegung des vorläufigen Untersuchungsrahmens für die Durchführung einer Umweltverträglichkeitsprüfung im Rahmen des Genehmigungsverfahrens abgeben.Thorsten Meier/Archiv
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Für die Erweiterung einer Ferkelaufzuchtanlage soll die Gemeinde Wittendörp eine Stellungnahme zur Festlegung des vorläufigen Untersuchungsrahmens für die Durchführung einer Umweltverträglichkeitsprüfung im Rahmen des Genehmigungsverfahrens abgeben.Thorsten Meier/Archiv

Gegen die Erweiterung einer Ferkelaufzuchtanlage in der Gemarkung Wittenburg an der Landesstraße 05 sprachen sich einstimmig die Gemeindevertreter aus. Sie befürchten Gestank und zunehmenden Anlieferlastverkehr.

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04. Mai 2012, 07:15 Uhr

Boddin | Gegen die Erweiterung einer Ferkelaufzuchtanlage in der Gemarkung Wittenburg an der Landesstraße 05 sprachen sich am Donnerstag Abend einstimmig die Mandatsträger der Gemeindevertretung Wittendörp aus. Sie befürchten unter anderem Gestank und zunehmenden Anlieferlastverkehr in der Region. Auch dass die bestehende Biogasanlage möglicherweise erweitert werden soll, ist den Volksvertretern nicht geheuer.

"Wir sind grundsätzlich gegen eine solche Ferkelei", brachte es Bürgermeister Jürgen Nadzeika an diesem Abend im örtlichen Feuerwehr- und Gemeindezentrum auf den Punkt. Und erntete dafür Kopfnicken bei den Gemeindevertretern. Für ihn persönlich stelle der Sachverhalt keine Erweiterung der bestehenden Ferkelaufzuchtanlage dar, sondern sei eine Verdoppelung der Tiere. "Von derzeit 5696 soll dann auf 12 046 Ferkel erhöht werden. Das lehnen wir grundweg ab."

Hintergrund: Die Gemeinde Wittendörp ist aufgefordert, sich entweder am Scoping-Termin am 22. Mai zu dem geplanten Untersuchungsrahmen zu äußern oder bis zum 4. Juni eine Stellungnahme abzugeben. Wenn auch der gesetzlich benannte Abstand zur Wohnbebauung sich nur auf den Außenbereich erstrecke, sollte der Untersuchungsrahmen auf die Ortslage Püttelkow ausgedehnt werden, hieß es in der abendlichen Beschlussvorlage. Es sei außerdem fraglich, ob die ausgewiesene Kapazität erhalten bleibe oder die elektrische Leistung erhöht werde.

"Mit einer schnellen Stellungnahme fühlen wir uns zeitlich völlig überrannt. Deshalb werden wir mit dem Bauausschuss der Stadt Wittenburg Kontakt aufnehmen, um die Ablehnungsgründe zu formulieren", erklärte Jürgen Nadzeika, der davon ausgeht, dass das Vorhaben auch bei den Wittenburgern nicht auf besonders große Gegenliebe stoßen werde.

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