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Hagenower Kreisblatt

19. November 2017 | 17:17 Uhr

Wittendörp : Wittendörper können doch hoffen

vom
Aus der Redaktion des Hagenower Kreisblatt

Antrag auf Fördermittel für Feuerwehrfahrzeuge fehlten Unterlagen und fachliche Bewertungen / Bürgermeister nun gefordert.

svz.de von
erstellt am 08.Okt.2017 | 21:00 Uhr

Der Schlag saß tief, den die Gemeindevertreter von Wittendörp in der vergangenen Woche verkraften mussten. Der Antrag zur Förderung zweier Fahrzeuge für die Wehren in Boddin und Drönnewitz wurde vom Innenministerium abgelehnt. Doch so einfach wie sich das auf der Gemeindevertretersitzung in Drönnewitz anhörte, war es beileibe nicht. Denn auf SVZ-Nachfrage meldet sich das Ministerium zu Wort und stellt klar, dass es im Vorfeld gar keine feste Zusage für die Wittendörper gab. Lediglich von „gebundenen Mitteln“ sei die Rede gewesen, versichert der Sprecher des Innenministeriums, Michael Teich. Und er geht noch weiter ins Detail: „Zur abschließenden Prüfung des Antrages wurde in diesem Zusammenhang die Gemeinde aber aufgefordert, noch fehlende Unterlagen, wie die haushaltsseitige Bewertung durch die Kommunalaufsicht des Landkreises sowie die Stellungnahme des Sachgebiets Brandschutz des Landkreises, nachzureichen. Bis dato fehlt die Vervollständigung der Unterlagen für beide Anträge.“

Wer da nun im Vorfeld nicht richtig gearbeitet hat, ist derzeit offen. Klar jedoch ist, dass es eine andere Antwort des Ministeriums hätte geben können. Mit Hochdruck arbeiten jetzt Bürgermeister Bernd Ankele und die Mitarbeiter des Amtes Wittenburg daran, die nötigen Unterlagen noch zu beschaffen. „Wir sind in Gesprächen mit allen Gremien. Natürlich auch direkt mit dem Ministerium. Es gibt noch Hoffnung“, so Ankele. Das trifft vor allem bei den Kameraden der Feuerwehren in Drönnewitz und Boddin auf viel Zuversicht. „Was wäre das schön, wenn es doch noch klappen könnte mit dem neuen Auto“, sagt Michael Dreyer, der Gerätewart in Drönnewitz. Mit seinen Kameraden war auch er am Donnerstag unterwegs mit der alten Technik, um die Schäden von Sturmtief Xavier zu beseitigen. „Eine ganze Tankfüllung mussten wir für die paar Kilometer durch den Motor jagen. Und natürlich waren auch die Zündkerzen wieder hin. Außerdem ist das Lenkrad mittlerweile so verschlissen, dass man sich Splitter in die Hände reißt“, beschreibt er den desolaten Zustand des alten Robur.

Ob allerdings die Schreiben vom Landkreis das Allheilmittel sein werden, ist noch unklar. Denn das Ministerium führte noch weitere Gründe an, warum beide Fahrzeuge derzeit nicht förderfähig waren.

„Einer Zuwendung aus Landesmitteln konnte nach Prüfung der vorhandenen Unterlagen aufgrund der festgelegten Kriterien für die Förderung von Feuerwehrfahrzeugen aus Sicht des Landesamtes nicht zugestimmt werden, da Wittendörp eine Feuerwehr mit Grundausstattung ohne überörtliche Aufgaben ist. Sie erfüllt auch keine überörtlichen Aufgaben im Sinne von besonderen zugewiesenen Aufgaben des Landkreises, sodass auch keine Ausnahme von den Kriterien erfolgen kann“, heißt es von Pressesprecher Michael Teich.

Auch hier haben das Amt und Wittenburg und der Kreis noch Aufgaben und Überzeugungsarbeit vor der Brust, will man gemeinsam mit Bürgermeister Ankele doch noch einen positiven Bescheid für die Kameraden und die Menschen der Region erwirken.

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