Wittendörp : Wittendörp „ordnet“ den Haushalt

Die Gemeinde Wittendörp hat die Finanzen in diesem Jahr gut sortiert.
Die Gemeinde Wittendörp hat die Finanzen in diesem Jahr gut sortiert.

Endlich stimmen die Zahlen wieder: Großgemeinde freut sich über mehr Steuereinnahmen und Schlüsselzuweisungen

svz.de von
03. Januar 2018, 08:00 Uhr

2018 wird entspannter - zumindest wenn die Wittendörper Gemeindevertreter auf ihren Finanzhaushalt gucken. Der ist nämlich für dieses Jahr verabschiedet und zur Freude aller Beteiligten auch ausgeglichen.

„Die Gemeinde ist handlungsfähig“, sagt einer, der es wissen muss. André Bernowitz, Kämmerer im Amt Wittenburg und zuständig auch für die Wittendörper Finanzen hatte frohe Kunde für die Ratsmitglieder der Großgemeinde. Mit der Unterstützung von Bürgermeister Bernd Ankele hatte der Finanzfachmann in großer Fleißarbeit einen Haushalt geschnürt, der den Wittendörpern jetzt Luft zum Atmen lässt. Möglich wurde das, weil auch die Uralt-Lasten aus den Jahren 2012 und 2013 minimiert werden konnten. „Damals war die Gemeinde gewaltig in Schieflage geraten und bis zuletzt ging es eigentlich nur durch Haushaltskonsolidierungsmaßnahmen wieder in die Spur zu kommen. Auf viele freiwillige Leistungen musste man verzichten. Ich sage mal, dass 30 000 Euro für den Straßenbau in so einer großen Gemeinde nur ein Tropfen auf den heißen Stein sein konnten. Das sieht jetzt besser aus“, so Bernowitz.

Durch deutlich höhere Steuereinnahmen - für 2018 sogar eine Million Euro - und die Schlüsselzuweisungen in Höhe von 850 000 Euro liegt der Etat insgesamt sogar bei 4,3 Millionen. Auch das Finanzausgleichgesetz bringt 100 000 Euro Vorteil, weil Wittendörp nicht so privilegiert ist wie andere Regionen im Land. „Wir freuen uns natürlich, dass es uns gelungen ist so einen Haushalt auf die Beine zu stellen. Hier und da wird uns das die Arbeit enorm erleichtern. Trotzdem müssen wir mit allen Mitteln weiter sorgsam umgehen“, sagt Bürgermeister Bernd Ankele. Besonders bei der Schulunterhaltung und Kinderbetreuung sind große Posten des Etats aber bereits fest gebunden. 1,3 Millionen sollen den Kindern und ihrer Betreuung zugute kommen. Auch im Straßenbau wird künftig mehr Hand angelegt werden können. Jüngst wurde schon bei den Vereinen die finanzielle Daumenschraube gelöst. Mehr Geld für Förderung war schon nachträglich für 2017 wieder möglich geworden. Denn vorher hatte die Gemeinde diese Ausgaben vorsorglich auf 75 Prozent drosseln müssen. Jetzt gebe es wieder die volle Fördermöglichkeit. Ob es nun jedoch gleich rosige Zeiten für die „Wittendörper“werden, bleibt abzuwarten. Mit den vielen Ortsteilen und ihren Bewohnern entstehen eben auch immer neue Aufgaben.

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