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Unesco-Schule : Wittenburgs Schule kurz vor Ritterschlag

vom
Aus der Redaktion des Hagenower Kreisblatt

Am Freitag bekommt das gymnasiale Schulzentrum den Titel einer Unesco-Schule. Eine Ehre, die über Jahre verdient wurde und auf die sich die Schüler freuen

von
erstellt am 01.Feb.2017 | 21:00 Uhr

Es begann vor vielen Jahren und es wird am Freitag mit dem Titel lange nicht enden. Unesco, diesem Thema, dem Anspruch der Sonderorganisation der UNO hat sich die Schule lange gewidmet und danach auch gelebt. Das gilt nicht nur für die Sonderaktionen mit Fahrten ins Ausland. Das gilt auch und vor allem für den Unterricht und das Weltbild, das an dieser Schule vermittelt wird. Und so ist nicht nur die verantwortliche Koordinatorin Karin Kasten stolz auf den Titel, ein Großteil der aktiven Schüler ist es auch.

Auf die Frage an alle Beteiligten, wann man denn mit der Unesco-Sache begonnen habe, müsse alle nachdenken. Zu selbstverständlich sind Thema und Zielstellungen in den Alltag integriert.

Das beginnt schon in unteren Jahrgängen, wenn sich die Schüler ausführlich mit dem Thema Wasser auseinandersetzen, wie Jannis Isernhagen (Wittenburg) aus der 12 b sich erinnert.

Georg Krüger, Schüler der 12 b aus Parum, weiß von Beispielen aus dem Biologieunterricht und Projekten mit dem Biosphärenreservat Schaalsee. Aber auch ihn haben die Erlebnisse im italienischen Monte Cassino bei der Pflege von Kriegsgräbern mit Jugendlichen aus anderen Ländern tief beeindruckt. Und in der Schule ziehen sich Ziele und Gedanken der Unesco durch wirklich alle Bereiche.

Entstanden ist die Hinwendung zu den Projekten zunächst als Idee, sich von anderen Schulen zu unterscheiden. Und schon damals war klar, berichtet Koordinatorin Kasten, dass es lange dauern werde, bis man für den offiziellen Titel in Frage komme.

Doch die Phase, wo man nur anhand von Projekten und Sonderaktionen sich den Bildungszielen und Ansprüchen des UN-Bildungswerkes zuwendete, haben die Wittenburger längst hinter sich gelassen. Obwohl die Auslandsreisen natürlich das Salz in der Suppe bleiben und die Jugendlichen auf Jahre prägen. Das bestätigt auch Malte Zimmermann aus Lehsen, der in der 11 a ist. Desiree Frank (12 c) aus Lüttow gibt zu, dass sie sich zunächst unter Monte Cassino nicht so recht etwas vorstellen konnte. Doch nun sei ihr geschichtliches Interesse wirklich geweckt. Es sei eben interessanter Dinge vor Ort zu erleben und sich z. B. von einem einheimischen Bürgermeister erklären zu lassen.

Ein Kapitel für sich auf einen ganz anderen Ebene sind die Erfahrungen, die die Wittenburger mit ihrer Partnerschule in Tansania gemacht haben. Alle, die dort gewesen seien, berichteten von einer anderen Welt, in der materielle Dinge eine viel geringere Rolle als in Europa spielten.

Fazit der Jugendlichen: Ihre Altersgenossen in England, Polen oder Italien haben meist dieselben Interessen, den gleichen Musikgeschmack und die gleichen Probleme und Sorgen, die Nationalität spielt da kaum noch eine Rolle.

Und am Freitag wird aus all diesen Projekten dann ein offizieller Titel, der auch verteidigt werden muss.

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