Schau der Sporttauben : Wittenburger Schau der Sportler unter den Tauben

Fachkundiger und zugleich kritischer Blick der drei Preisrichter Eckhard Laß,  Martin Lembcke  und Sigfried Klein (von links) auf eine der 250 ausgestellten Sporttauben.
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Fachkundiger und zugleich kritischer Blick der drei Preisrichter Eckhard Laß, Martin Lembcke und Sigfried Klein (von links) auf eine der 250 ausgestellten Sporttauben.

Preisrichter kürten die besten Tauben des Regionalverbandes Westmecklenburg / Gastgeber zufrieden mit Höhepunkt der Saison

svz.de von
08. Dezember 2013, 19:00 Uhr

„Bis zu 700 Kilometer fliegen unsere Sporttauben des Regionalverbandes 200 Mecklenburg vom polnischen Bydgoszcz in ihre mecklenburgische Heimat, wenn sie von ihrem Auflassort auf die Weitstrecke geschickt werden“, sagt Witold Geidus, zweiter stellvertretender Vorsitzender der Reisevereinigung Wittenburg, am Rande der großen Ausstellung mit mehr als 250 Sporttauben am vergangenen Wochenende an der Wittenburger Mühle. Dagegen haben es die Sportler unter den Tauben mit der etwa 350 Kilometer langen Mittelstrecke oder den 170 Kilometern auf der Kurzstrecke vergleichsweise einfach, den Weg aus Polen oder dem brandenburgischen Milmersdorf in das heimische Wittenburg zu finden.

Diese Meisterschaften finden in jedem Jahr von Anfang Mai bis Ende Juli statt. Am Sonnabend-Abend konnten sich die diesjährigen drei Erstplatzierten im Rahmen der Festveranstaltung über wertvolle Pokale und Ehrendiplome freuen. Horst und Kay Tamoszus aus Parchim verwiesen mit ihren mehr als 130 Sporttauben die Züchter Rainer und Raiko Marien, ebenfalls aus Parchim, sowie Peter Johannisson aus Bad Kleinen auf die weiteren Plätze. Der 34-jährige Sieger der diesjährigen Meisterschaft Kay Tamoszus züchtet seit dem Jahr 1997 Sporttauben und hat sich mit diesem außergewöhnlichen Hobby von seinem Vater Horst anstecken lassen. „Für mich ist die Beschäftigung mit meinen Tieren ein willkommener Ausgleich zu der oft so stressigen Arbeit als Krankenpfleger“, sagt Kay Tamoszus nicht ohne Stolz, in diesem Jahr gemeinsam mit seinem Vater die Meisterschaft des Regionalverbandes 200 Mecklenburg für sich entschieden zu haben. Doch vor der feierlichen Preisverleihung am Abend ging es für die Sportfreunde Sigfried Klein, Eckhard Laß und Martin Lembcke als Preisrichter aus dem Nachbarregionalverband Parchim darum, die etwa 250 ausgestellten Sporttauben fachmännisch zu bewerten.

Neben den sportlichen Leistungen der gefiederten Zweibeiner im Reisejahr 2013 spielte bei der Bewertung auch das Aussehen eine wesentliche Rolle. Hierbei wurden von den drei unbestechlichen Preisrichtern besonders der Gesamteindruck von Augen und Kopf, die Form des Rückens, das Gefieder sowie der Zustand von Brust, Beine und Becken begutachtet. Hierbei konnten die Preisrichter maximal 94 Punkte verteilen, dementsprechend die Wertungen von vorzüglich, über sehr gut, gut, genügend, mangelhaft oder ungenügend. Am gestrigen Sonntag hatten dann auch Besucher die Gelegenheit, sich die Sporttauben aus nächster Nähe anzusehen und sich auf so manche Fachsimpelei einzulassen. Im Regionalverband 200 Mecklenburg engagieren sich zurzeit 650 Mitglieder, wovon sich am vergangenen Wochenende elf verschiedene Reisevereinigungen an der Ausstellung beteiligten.





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