Millionenprojekt Alpindorf der Van-der-Valk-Gruppe : Wittenburg: Warten auf die Holländer

So stellten sich die Planer im Oktober 2011 den Eingang zum Wittenburger Alpendorf an der Skihalle vor. Foto: Archiv
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So stellten sich die Planer im Oktober 2011 den Eingang zum Wittenburger Alpendorf an der Skihalle vor. Foto: Archiv

Die holländische van-der-Valk-Gruppe steht weiterhin zu ihrem Projekt des Wittenburger Alpindorfes, sagt aber weiterhin nichts zum konkreten Planungsstand oder gar Terminen für einen möglichen Baubeginn.

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06. März 2013, 07:08 Uhr

Wittenburg | Die holländische van-der-Valk-Gruppe steht weiterhin zu ihrem Projekt des Wittenburger Alpindorfes, sagt aber weiterhin nichts zum konkreten Planungsstand oder gar Terminen für einen möglichen Baubeginn. "Wir sind da weiter dran, wir stehen zu dem Bauprojekt, mehr können wir im Moment jedoch nicht sagen", erklärte General Manager Bob van den Nieuwenhuijzen auf die jüngste Anfrage der Schweriner Volkszeitung. Auch Vincent van der Valk, der Chef der Firmengruppe hat auf schriftlich gestellte Fragen zu dem Thema bisher noch nicht geantwortet.

Es war Mitte Oktober 2011 als die Holländer auf einer extra einberufenen Pressekonferenz ihre Umbaupläne für das Wittenburger Alpincenter vorstellten. Verdopplung des derzeitigen 120-Zimmer-Hotels, Bau eines Factory-OutletCenters mit 90 bis 120 Geschäften, ein großes Feriendorf mit 132 Häusern mit Schwimmhalle und Saunalandschaft sowie eine schick verkleidete Skihalle, das war das Konzept. Seitdem sollen laut Eigenauskunft die Planungen laufen, und alle warten auf die nächsten Schritte. Schlagzeilen hat das Alpincenter seit dem vor allem mit seiner riesigen Solaranlage für acht Millionen Euro und der von vielen als überflüssig empfundenen Millionenförderung durch das Wirtschaftsministerium gemacht. Es gab im Hintergrund immer wieder Auseinandersetzungen mit dem Landkreis, weil die Arbeiten nicht richtig abgeschlossen wurden. So mussten sich die Hallenbetreiber für viele Veranstaltungen immer Sondergenehmigungen von der Aufsichtsbehörde holen.

Hinter den Kulissen gibt es auch ein Ringen mit der Stadt Wittenburg um deren bestes Grundstück. Auf den rund 27 Hektar direkt an der Umgehungsstraße soll das Feriendorf nebst Saunalandschaft und Schwimmhalle entstehen. Nach Auskunft von Bürgermeister Norbert Hebinck ist die Stadt bei den Verhandlungen bis an die Grenze des Möglichen gegangen. Eine endgültige Einigung zum Kauf gab es bis gestern noch nicht. Hebinck: "Wir unterstützen die geplanten Investitionen, aber auch wir warten auf die Holländer, dass sie konkreter werden und loslegen".

Die Betreiber der Halle waren bei der Vorstellung ihrer Pläne im Jahre 2011 bewusst vorsichtig geblieben und hatten von einem Zeitraum von mehr als fünf Jahren gesprochen. Trotz guter Nachfrage in der Halle, Pressesprecher Volker Wünsche spricht von gut 100 000 Gästen im Jahr allein auf der Skipiste, ist allen klar, dass mit der Halle allein kein Staat zu machen ist. Den letzten Beweis dafür liefert der "Snow Dome" in Bispingen, der Ende des Monats dicht machen wird. Offizielle Begründung: Die nötigen Reparaturen wären zu teuer, die Halle trotz guter Besucherzahlen nicht mehr rentabel.

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