Outlet-Center : Wittenburg Village in drei Jahren fertig?

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Stadtvertretung soll in den kommenden Wochen ersten Entwurf zum B-Plan vorgelegt bekommen. Optimistische Erwartungen in der Region

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17. Mai 2018, 05:00 Uhr

Beim Großprojekt „Wittenburg Village“ wird es in wenigen Wochen konkreter. Die Investoren wollen der Wittenburger Stadtvertretung noch vor der Sommerpause den Entwurf des Bebauungsplanes vorlegen. Das bestätigte Volker Wünsche, der Deutschland-Sprecher der „Van der Valk-Gruppe“ auf Nachfrage gegenüber unserer Zeitung. Das holländische Unternehmen betreibt derzeit das Alpincenter und gehört zu den Investoren des Village-Projektes. „Nach Rücksprache mit unseren Planern kann ich sagen, dass wir noch vor dem Sommer diesen B-Plan-Entwurf vorlegen werden. Dieser Plan betrifft das gesamte Projekt und nicht etwa nur den Teil des Factory-Outlet-Centers.“

Damit kommt in das Verfahren zur Umsetzung deutlich mehr Tempo als nach der grundsätzlichen Genehmigung des Landes im vergangenen Dezember erwartet worden war. Wünsche hatte Anfang des Jahres schon einmal öffentlich einen Zeitrahmen skizziert. „Wir könnten in den nächsten drei Jahren fertig sein. Dann muss aber wirklich alles glatt laufen, darf nichts passieren.“ Vorteil des langwierigen Verfahrens für die jetzige Genehmigung: Teile der Bauleitplanung sind ja bereits erledigt“, hatte er im Januar erklärt.

Mehr Chancen als Risiken, Minister Christian Pegel, hier im Zarrentiner Forum, glaubt an das „Village-Projekt“.
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Mehr Chancen als Risiken, Minister Christian Pegel, hier im Zarrentiner Forum, glaubt an das „Village-Projekt“.
 

Christian Pegel, der zuständige Infrastrukturminister für das Projekt, hat sich jetzt bei einer SPD-Podiumsdiskussion erstmals ausführlich öffentlich zu dem Projekt geäußert. Er sehe in dem Vorhaben deutlich mehr Chancen als Risiken. Und er hoffe, das „Wittenburg Village schnell ins Fliegen komme“, damit die erwarteten positiven Auswirkungen auch spürbar würden. Pegel zeigte sich angenehm überrascht, dass die Proteste in Schwerin gegen die Genehmigung des Landes zugunsten des Riesenprojektes so gering ausgefallen seien. „Die Gemeinden um Schwerin herum gehen nach meinen Erfahrungen sogar sehr positiv an das Projekt heran, weil sie sagen, endlich bringt ihr mal ein großes touristisches Vorhaben ins platte Land.“ Pegel begründetet in dem Forum, in dem beispielsweise auch die Bürgermeister aus der Region saßen, seine Meinung. Die Investoren von „Wittenburg Village“ seien schon deswegen Vertrauen erweckende Partner, weil sie an einem schwierigen Standort bewiesen hätten, dass touristische Projekte dieser Art funktionieren würden. Die Rede war dabei vom Resort Linstow, das mit seiner Auslastung so manches Superhotel an der Küste in den Schatten stellt. Dennoch, so der Infrastrukturminister, sei das Ganze in der Dimension nicht ohne.

Van der Valk ist an dem Wittenburger Projekt nur als Teil einer Investorengruppe eingebunden. Offizieller Investor ist die „Wittenburg Village“, die zu 50 Prozent vom „Ontwikkelfonds N.V.,Amstelven NL und der „Hotel Hamburg-Wittenburg van der Valk“ gehört. Und der holländische Fond wiederum wird getragen durch die LMEY-Gruppe, die weltweit u. a. Hotels betreibt.

Mit dem nun angekündigten Plan würde das Vorhaben erstmals konkret. Bisher gibt es nur Kennzahlen und ein paar grobe Skizzen.

Geplant ist rund um die Skihalle ein Feriendorf mit Spiel- und Sportanlagen, ein Schwimmbad und das Factory Outlet Center mit 12 600 Quadratmetern Verkaufsfläche und gut 80 Shops. Gerechnet wird mit bis zu 1,5 Millionen Besuchern im Jahr. Die Projektplaner gehen nach Fertigstellung von insgesamt 750 Arbeitsplätzen aus, die in dem Komplex entstehen könnten. Da sind die gut 200 Jobs rund um die Skihalle schon eingerechnet.

Wittenburg hat sich als künftiges Tourismuszentrum bereits Verbündete gesucht. Erste Sitzungen einer übergreifenden Arbeitsgruppe, an der sich auch die Landeshauptstadt Schwerin beteiligt, hat es bereits gegeben.

Ziel ist es, die zusätzlichen Besucher in die Region zu locken, sie zu halten und ihnen konkrete Angebot zu machen. Das soll u. a. mit einem Tourismuszentrum im „Village“ realisiert werden.

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