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Hagenower Kreisblatt

22. November 2017 | 06:55 Uhr

Wittenburg : Wittenburg schafft sich freie Sicht

vom
Aus der Redaktion des Hagenower Kreisblatt

Baubetriebshof beseitigt mit Großaktion jahrelangen Wildwuchs an der Umgehung und legt optisch damit auch die Mühle wieder frei

von
erstellt am 13.Mär.2017 | 21:00 Uhr

Mit einem Schlag sieht Wittenburg an einer wichtigen Stelle komplett anders aus. Der Baubetriebshof der Stadt hat mit einer Großaktion begonnen, den über viele Jahre gewachsenen Wildwuchs an den Hängen der Umgehungsstraße radikal zu beseitigen. Erste Ergebnisse sind im Bereich des Kreisels an der Autobahn zu sehen. Julia Baran, die Sprecherin der Stadt, bestätigte gestern auf Nachfrage, dass es sich um eine städtische Aktion handele, die in den kommenden Tagen auch noch fortgesetzte werden soll. Dabei soll das jetzt gefällte Buschwerk und Holz komplett geschreddert werden, um dann gezielt verrotten zu können.

Mit der Aktion macht die Stadt eine der wichtigsten Sichtachsen wieder sichtbar. Als Nebeneffekt wird die mit viel Aufwand sanierte Mühle, das Wahrzeichen der Stadt Wittenburg wieder sichtbar. Durch den bisher dort herrschenden hohen Bewuchs war die Mühle eigentlich nur gut von der nahen Autobahn aus zu sehen. Dabei konnte die Stadt erst vor wenigen Monaten zahlreiche braune Hinweisschilder aufstellen lassen, auf denen der Weg zur „Erdholländerwindmühle“ gezeigt wird. Das zweite touristische Highlight, mit dem in der Stadt geworben wird, ist übrigens das Mehlsack-Musuem, offiziell „Mehlwelten“ genannt.

Wie Peter Kriesten, der Chef des Baubetriebshofes gestern verriet, soll die Aktion in dem kommenden Tagen fort gesetzt. Ungefähr bis zur Höhe des Baumarktes wolle man den Wildwuchs beseitigen, allerdings nur auf der Mühle zugewandten Seite. Dabei würde man natürlich einzelne größere Bäume stehen lassen.

Die Aktion ist ein Beweis dafür, wie schnell eine Stadt agieren kann, wenn sie einen Bauhof zur Verfügung hat. Bürgermeisterin Margret Seemann hatte er vor wenigen Wochen bei einer Veranstaltung mit Unternehmen der Region ein klares Bekenntnis für ihren Bauhof abgelegt. Damit könne eine Stadt wie Wittenburg einfach agieren. Ausschreibungen, wie sie von Unternehmen immer wieder gefordert würden, seien zu umständlich und oft genug gäbe es gar nicht genügend freie Kapazitäten am Markt. Unternehmer bertrachten Bauhöfe kritisch, weil sie mit zu hohen Personalkosten argumentieren. Zudem könnten viele Aufträge auch von Privatunternehmen erledigt werden.

In Sachen Bauhöfe war Margret Seemann damals von Hagenows Bürgermeister Thomas Möller unterstützt worden. Auch der war froh, sein Team zu haben, weil ansonsten die Pflege der vielen Grünanlagen der Stadt gar nicht zu gewährleisten wäre.

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