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Thema bei der Stadtvertretung : Wittenburg: Problemfall Badeteich

vom
Aus der Redaktion des Hagenower Kreisblatt

Kommune lässt durch Vandalismus verursachte Schäden reparieren / Trotzdem fehlen der Stadt ausgebildete Rettungsschwimmer

Im Naturbadeteich in Wittenburg ist so wenig Wasser, dass dort kein Badegast mehr eine erfrischende Runde drehen kann. Bekanntlich hatte sich der Hauptausschuss der Stadtvertretung im März dafür ausgesprochen, das Bad zu sperren. Zu groß seien die Schäden, die durch Vandalismus verursacht zu einem Abfließen des Badewassers führten. Dieses Thema stand erneut auf der jüngsten Sitzung der Stadtvertretung auf der Tagesordnung.

In der Motelstadt besteht nach wie vor der politische Wille, das Freibad zu erhalten. Die Vertretung hat beschlossen, die Firma Jörg Hennigs, Garten- und Landschafts- und Teichbau, aus Perdöhl mit der Beräumung der Teichfolie im Nichtschwimmerbereich von Kies und Sedimenten zu beauftragen. Die Arbeiten laufen bereits und werden sich auch noch bis in die nächste Woche hinziehen. Hierfür sind nach Informationen der Stadt bis zu 10  000 Euro vorgesehen.

„Man sieht jetzt schon erhebliche Schäden an der Teichfolie, die sogar an verschiedenen Stellen aufgeschlitzt ist. Wir wollen untersuchen, ob es noch größere Beschädigungen an der Teichfolie gibt. Wir sind außerdem mit einer Firma im Gespräch, die Teiche mit Folie auskleidet. Wenn feststeht, dass die Kosten für die Folienreparatur 6000 Euro nicht überschreiten, können wir ohne Beschluss der Stadtvertretung die Reparatur veranlassen“, ist von Bürgermeisterin Margret Seemann zu erfahren. Man habe in der Stadt leichte Hoffnungen, eventuell doch noch in dieser Saison den Badeteich wieder für die Öffentlichkeit zugänglich zu machen, wenn ein ausgebildeter Rettungsschwimmer zu Verfügung stehen würde. Denn das ist der zweite Knackpunkt für ein erfolgreiches Wiederbeleben des Wittenburger Naturbadeteiches. Die Stadt braucht ausgebildete Rettungsschwimmer.

In der Vergangenheit betreuten Rettungsschwimmer stundenweise und bei schönem Wetter die Badegäste in Wittenburg. In den Sommerferien gab es veränderte Öffnungszeiten, weil mehr Badegäste vor Ort waren. Jetzt sieht es so aus, dass sich die Kommune aus rechtlicher Sicht vollkommen neu aufstellen muss, wie von Seemann weiter zu erfahren war.

„Wir haben uns im Umfeld bei den benachbarten Kommunen umgesehen und mussten feststellen, dass alle Städte, für die es zutrifft, so ihre Sorge haben, den Badebetrieb auf rechtlicher Grundlage für die Gäste abzusichern“, macht die Bürgermeisterin auf das Problem aufmerksam.

In der Stadt will man den Weg gehen, den auch schon Hagenow seit einigen Jahren doch recht erfolgreich praktiziert.

„Wir versuchen jetzt, dass sich einige Mitarbeiter unseres Bauhofes als Rettungsschwimmer ausbilden lassen. Freiwillige gibt es. Ich sehe aber jetzt schon, dass sie dann sehr viele Überstunden am Bad leisten werden. Und im Winterhalbjahr werden uns dann diese Mitarbeiter im Bauhof fehlen“, macht Margret Seemann auf die Kehrseite der Medaille aufmerksam. Neben den ausgebildeten Rettungsschwimmern muss zudem das gesamte Gelände des Badeteiches eingezäunt werden.

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