Hagenow : „Wir wollen die Taktgeber bleiben“

svz+ Logo
Er bleibt einer der prägenden Mitglieder des Kreistages: CDU-Fraktionschef Wolfgang Waldmüller (2.v.r.) mit Kreistagspräsident Olaf Steinberg (r.) sowie Otto Kirchner (Fraktion ABL) und Burkhard Thees (FDP/AfL) in einer Besprechung des alten Kreistages.
Er bleibt einer der prägenden Mitglieder des Kreistages: CDU-Fraktionschef Wolfgang Waldmüller (2.v.r.) mit Kreistagspräsident Olaf Steinberg (r.) sowie Otto Kirchner (Fraktion ABL) und Burkhard Thees (FDP/AfL) in einer Besprechung des alten Kreistages.

CDU-Fraktion geht entschlossen und kämpferisch in den neuen Kreistag – Von der AfD habe man bisher nur stramme Sprüche gehört

Exklusiv für
SVZ+ Nutzer
svz+ Logo

23-11367778_23-66107385_1416391975.JPG von
20. Juni 2019, 05:00 Uhr

Der Vorsprung mit zwei Sitzen zur neuen SPD-Fraktion ist zwar nicht besonders groß, dennoch sind die Christdemokraten die stärkste Kraft im Kreistag geblieben und wollen diese Funktion auch voll ausfüllen. Der wiedergewählte Fraktionsvorsitzende Wolfgang Waldmüller sieht in der neuen Vielfalt des Kreistages auch Vorteile. Mit seiner Fraktion will er auch in der neuen Legislatur Takt- und Ideengeber bleiben.

„Wir hatten in der Konstituierung einstimmige Wahlen, diese Geschlossenheit tut uns gut und hat uns auch in den vergangenen Jahren immer geholfen“, schätzt Waldmüller ein.

Es sei für die Christdemokraten eine gute Mischung aus Jung und Alt, und aus neuen sowie erfahrenen Mitgliedern des Kreistages zustande gekommen. „Wir haben Mitglieder aus allen Branchen, mit viel Erfahrung. Das versetzt uns in die Lage, gute Leute mit viel Sachkenntnis in die entsprechenden Fachausschüsse zu setzen.“

Natürlich habe die CDU bei den jüngsten Wahlen Federn lassen müssen, das sei nicht zu beschönigen. Dennoch sei es gelungen, frühere Mitglieder des Kreistages als sachkundige Bürger zur weiteren Mitarbeit zu gewinnen. So werde Jürgen Fokuhl seine Kenntnisse im Bereich Landwirtschaft einsetzten und auch Nico Sciba, der einen wesentlichen Anteil am Kreisentwicklungskonzept (KEK) hatte, werde weiter mitarbeiten.

„Der Wähler hat einen Kreistag bestimmt, den wir so auch noch nicht gehabt haben. Immerhin haben sich ja sieben Fraktionen gebildet, das Gremium ist wesentlich bunter geworden und es bleibt für uns die Hoffnung, dass vor allem sachbezogen gearbeitet wird. Einfache Mehrheiten sind in diesem Kreistag nicht mehr zu bekommen.“

Als stärkste Fraktion nehme die CDU aber die Aufgabe an, auch weiterhin im Kreistag Ideengeber zu sein. Der Zwang zur sachlichen Diskussion komme der CDU entgegen. „Wir können den Kurs im Kreis weiter mitbestimmen. Und werden das auch tun.“ Die erneute Kandidatur von Olaf Steinberg als Kreistagspräsident sei da nur logisch und konsequent. Zumal seine Fraktion nach guter politischer Sitte als stärkste Kraft im Kreistag das Vorschlagsrecht habe. Steinberg habe in den vergangenen Jahren aber auch immer wieder bewiesen, dass er konsequent, aber auch überparteilich agieren könne. „Wir gehen ganz klar von seiner Wiederwahl aus.“

Auch zur neuen AfD-Fraktion hat Waldmüller eine deutliche Meinung: „Außer ein paar strammen Sprüchen im Vorfeld hat die AfD auf Kreisebene ja bisher nicht stattgefunden. Es waren ja zwei Mitglieder drin im letzten Kreistag, ich kann mich an keinen Beitrag von denen erinnern, in den letzten Jahren waren sie gar nicht mehr anwesend. Insofern ist es schwer, weil man die AfD im Kreis noch nicht beurteilen kann. Wir müssen sehen, was da jetzt an sachlicher Arbeit kommt, wie sie sich verhalten.“ Auf Landesebene habe es immer nur Polemik und Sprüche gegen die Altparteien gegeben. Das sei natürlich keine Eintrittskarte für eine Zusammenarbeit.

Die CDU im neuen Kreistag will vor allem die Langfristziele für den Kreis durchsetzen. Die Region müsse gerade für junge Leute attraktiver werden, damit sie zurückkehrten. Mobilität im Kreis sei eines der großen Themen, die Verzahnung und Ausweitung der Angebote, die Entwicklung der Schullandschaft, die Stärkung der Krankenhäuser, die Bekämpfung des Fachkräftemangels. Hier könne der neue Kreistag einiges an Weichenstellung leisten.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen