Hagenow : „Wir sind die älteste Schule“

Dagmar Finger (r.) und Sybille Hüter bereiten im Treppenhaus den Zeitstrahl vor.  Fotos: Hirschmann
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Dagmar Finger (r.) und Sybille Hüter bereiten im Treppenhaus den Zeitstrahl vor. Fotos: Hirschmann

Interview mit Hilka Ewert, Leiterin der Stadtschule am Mühlenteich, über die bevorstehenden Feierlichkeiten zum 180. Jubiläum des Hauses

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24. September 2015, 11:45 Uhr

In wenigen Tagen beginnt an der Stadtschule am Mühlenteich die Festwoche anlässlich des 180. Jubiläums der Schulgründung. Bereits im vergangenen Schuljahr begannen die Vorbereitungen. Dieter Hirschmann von der SVZ sprach mit Schulleiterin Hilka Ewert.

SVZ: Wie ist der Stand der Vorbereitung?
Hilka Ewert: Bei uns hat die heiße Phase begonnen, der Countdown läuft. Wir saßen noch einmal mit dem Arbeitskreis für eine Feinabstimmung zusammen. Ich denke, dass alle Beteiligten Bescheid wissen. Das Programm steht. Frau Brüning und Frau Schomann sind dabei die beiden Hauptakteure. Die ersten Proben sind gelaufen. In der nächsten Woche beginnen die Stellproben. Mit dem Elternrat ist abgesprochen, dass wir noch einen großen Hausputz am 1. Oktober machen und die Schule entsprechend schmücken. Es ist alles auf sehr gutem Weg.

Wie wird die Schulgeschichte dargestellt?
Hilka Ewert: In Bildern aus den Anfangsjahren und dann auch die weitere Entwicklung. Unsere Geschichte wird sich natürlich auch im Festprogramm darstellen.

Wann beginnt bei Ihnen im Haus die Festwoche?
Hilka Ewert: Die Festwoche beginnt am Mittwoch, 7. Oktober, um 9.30 Uhr werden wir auf dem Schulhof gemeinsam mit den Kindern die Eröffnung starten. Die Ausstellung zur Schulgeschichte wird zu sehen sein und der Zeitstrahl soll dann fertig sein. In der Zeit vom 7. bis zum 13. Oktober werden die Klassen sich bei Projekttagen mit unserer Historie befassen, indem sie sich mit der Schulgeschichte auseinander setzen. Dabei werden sie sich auch mit solchen Themen befassen, wie die Schüler beispielsweise um 1848 Fußball an der Schule spielten. Die Wissensvermittlung kann eben nur so sein, was es ein Grundschulkind aufnehmen kann.

Das sind alles Ereignisse, die schulintern angeboten werden, für Schüler und Lehrer. Wie sieht es mit der Öffentlichkeit aus?
Hilka Ewert: Für Freitag, den 9. Oktober, bereiten wir den großen Tag der offenen Tür vor. Ab 16 Uhr sind alle Gäste, ehemalige Lehrer, ehemalige Schüler, interessierte Besucher bei uns im Haus willkommen. Sie können die Schule von innen und von außen sehen. Auch die neuen Schulanfänger, die im kommenden Jahr zu uns kommen werden, sind gern gesehen. Die vierten Klassen laden in ihr Kaffee ein. Es wird viele Möglichkeiten für Gespräche geben.

Und wann ist der eigentliche Jubiläumstag?
Hilka Ewert: Der ist am Montag, 12. Oktober. Diesen Tag wollen wir feierlich begehen. Um 9 Uhr beginnt in der Turnhalle zunächst mit allen Schülern und Eltern-Klassenvertretern die Generalprobe unseres Festprogramms. Und am Nachmittag um 15 Uhr steigt dann die große Festveranstaltung, als Höhepunkt unseres Schuljubiläums. Eingeladen sind zahlreiche Gäste aus dem öffentlichen Leben, von Firmen, Vereinen und nicht zuletzt unsere Partner. Wir haben noch einige Plätze frei, wer schnell ist, bekommt noch einen ab. Denn der Platz in der Turnhalle ist begrenzt. Es gibt dann in der Festwoche auch noch Gespräche mit Zeitzeugen, auch mit Hagenowern, die selbst unsere Schule besuchten.

Waren die Schüler mit in die Vorbereitung des Festes eingebunden?
Hilka Ewert: Ja, auf vielfältige Weise, indem sie am Programm beteiligt sind, Wimpel für die Schulgestaltung ausmalten. Am 14. Oktober werden wir dann wieder von Festbetrieb auf Schulbetrieb umstellen.

Tradition und Moderne, was heißt das für Sie ausgehend von den 180 Jahren Schulgeschichte?
Hilka Ewert: Unser Haus spiegelt die wechselvolle Geschichte wieder. Allein nach dem Ende des zweiten Weltkrieges waren hier Flüchtlinge untergebracht. Wir sind die älteste Schule in der Stadt, womöglich in der Region. Mit unserer Arbeit geben wir den Kindern eine gute Wissensgrundlage für ihr weiteres Leben. Denn sie lernen ja nicht für die Schule sondern für sich.

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