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Warlitz : „Wir können zufrieden zurück blicken“

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Aus der Redaktion des Hagenower Kreisblatt

Nach 15 Jahren an der Spitze des Fördervereins für die Barockkiche in Warlitz tritt Gisela Vogel in die zweite Reihe / Kirchensanierung abgeschlossen

von
erstellt am 05.Jun.2014 | 15:47 Uhr

Die Kirche in Warlitz sollte ihren Platz wieder bekommen, für den sie gebaut wurde, mitten im Ort. Und dort steht sie heute, erstrahlt in altem Glanz und lädt zu Gottesdiensten, Hochzeiten und Veranstaltungen ein (siehe Veranstaltungstipp unten im Beitrag).

Damit ist das Ziel des Fördervereins für den Erhalt der Barockkirche St. Trinitatis in Warlitz erreicht.

Einen maßgeblichen Anteil am Abschluss der umfassenden Sanierung hat Gisela Vogel als Vereinsvorsitzende, die durch ihren Mann Wolfgang immer unterstützt wird. Der Förderverein wurde im April 1999 gegründet, und sie hörte Ende 2013 als Vorsitzende auf, zog sich zurück in die zweite Reihe. Regina Jander aus Pritzier wurde zur neuen Vereinsvorsitzenden bestimmt. Als der Verein vor 15 Jahren antrat, der Kirche wieder den Platz zu geben, der ihr zusteht, hatten alle einen Berg von Arbeit vor sich. Denn das sakrale Gebäude war Einsturz gefährdet und durfte nicht betreten werden.

„Wenn wir sehen, was aus der Kirche heute geworden ist, dann können wir uns alle darüber freuen“, sagte Gisela Vogel gestern im SVZ-Gespräch. Dem Förderkreis gehören mehr als 60 Mitglieder bundesweit an, die alle an einem Strang ziehen. Mit dem Schließen der Gruft vor einem Jahr ging die umfassende Sanierung zu Ende. Es war ein langer Weg bis dahin. Zusammen mit Elisabeth Gladdasch von der Kirchenverwaltung wurden Geldgeber gesucht und gefunden, denn mit den Finanzen steht oder fällt so ein gewaltiges Vorhaben. Das Dach musste saniert, der Dachstuhl erneuert und die Statik des Gebäudes verbessert werden. Der Innenraum wurde ebenso saniert wie der Glockenturm. „Als diese Bauarbeiten abgeschlossen waren, ging es an die eigentliche Restaurierung der Kirche mit Altar, Orgel, es kamen neue Glocken, die Uhr wurde erneuert.

„Die Feste um die Kirche, die jährlichen Benefizkonzerte mit dem Polizeiorchester – sieben an der Zahl – haben das Dorf zusammen geschmiedet und Gäste nach Warlitz gelockt“, erinnert sich Gisela Vogel und macht darauf aufmerksam, dass knapp eine Million Euro in die Sanierung der Kirch geflossen sind, von denen der Förderverein rund 200 000 Euro zur Verfügung stellte.

Gisela Vogel will nicht unerwähnt lassen, dass die Familie von Busch einen großen Anteil an die Finanzierung von Spenendenmitteln hat.

„Wenn wir jetzt zurück blicken, dann können wir zufrieden sein über das Erreichte. Die Arbeit hat sich gelohnt, die Kirche ist fertig, ich konnte in Ruhe die Funktion der Vereinsvorsitzenden abgeben“, sagte Gisela Vogel im SVZ-Gespräch und blickt zu ihrem Mann Wolfgang, der zustimmend nickt. „Als die sanierte Orgel zum ersten Mal spielte, hat es viele Zuhörer zu Tränen gerührt. Das sind Erinnerungen, die mir kommen, wenn ich an die Sanierung denke. Jetzt ist die Kirche wieder der Mittelpunkt im Ort, das haben wir geschafft und darüber können wir alle froh sein“, sagte er gestern.

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