Neuhaus : „Wir bleiben weiter am Ball!“

So groß muss es ja nun nicht sein: eine Schrägseilbrücke.
So groß muss es ja nun nicht sein: eine Schrägseilbrücke.

Jahreshauptversammlung des Vereins Brücken bauen im „Hotel Hannover“ / Vorstand um Johanna Lange und Helga Dreyer erweitert

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20. September 2015, 09:09 Uhr

Die Brückenträume sind fürs Erste verweht, aber das ficht den Vorstand des Vereins Brücken bauen nicht an. „Wir bleiben am Ball“, unterstrich Vorstandsvorsitzender Karl-Heinz Hoppe gleich in der Begrüßung der Vereinsmitglieder. Die hatten sich zur Jahreshauptversammlung im „Hotel Hannover“ eingefunden.

„Wir machen unvermindert weiter und werden das Thema bis zur Kommunalwahl am Kochen halten“, so Hoppe weiter. Die Brücke sei nicht am Geld gescheitert, sondern am politischen Unwillen von Rot/Grün in Hannover.

Der Vorstand hatte den Brückenbauingenieur Rico Stockmann vom Ingenieurbüro Leonhardt, Andrä und Partner eingeladen. Er referierte über verschiedene Elbebrücken, von denen einige durch das Ingenieursbüro geplant worden waren, wie zum Beispiel die Elbebrücke in Schönebeck. Zu den geschätzten Kosten für eine Stabbogenbrücke in Darchau meinte er jedoch, dass die Schätzungen schon „hinkämen“.

Im Anschluss an den Vortrag berichtete Jörg Sohst von den Bemühungen des Vereins, durch Gespräche mit verschiedenen Politikern, auch aus Mecklenburg-Vorpommern, doch noch Möglichkeiten der Finanzierung auszuloten (SVZ berichtete). Marco Puls gab den Überblick über die Finanzen, es war schließlich Jahreshauptversammlung. Der Verein nimmt über die Mitgliedsbeiträge allein etwas über 10  000 Euro ein. Das meiste Geld werde für Anzeigen in den verschiedenen Zeitungen verwendet, so Puls. In diesem Jahr war eine großzügige Spende von Karl-Heinz Hoppe eingegangen. Er hatte anlässlich seines Firmenjubiläums die Gratulanten gebeten, statt Geschenke zu machen doch für den Brückenverein zu spenden. Auf die Weise kamen 8650 Euro auf das Vereinskonto. Die Entlastung des Vorstandes erfolgte einstimmig und auch die Aufnahme von Johanna Lange aus Neuhaus und Helga Dreyer aus Walmsburg in den erweiterten Vorstand traf auf volle Zustimmung. Dann wurde noch diskutiert und eine Frage lautete zum Beispiel, warum man denn die Finanzierungslücke nicht durch einen Kredit füllen könnte, der durch die Erhebung einer Maut dann abbezahlt würde. Kreisrat Jürgen Krumböhmer - er ist Mitglied im Verein - wies auf die strukturschwache Region und den geringen Verkehr über diese Brücke hin. „Da kommt nicht genügend Geld zusammen und wenn man die Maut zu hoch macht, fährt keiner mehr rüber.“ Die Lasten für eine Kommune wie den Landkreis wären zu groß, der Kreis bekäme den Haushalt nie genehmigt. „Ohne dass Geld aus Berlin kommt, wird es nicht gehen.“ Von der Politik wären nur warme Worte gekommen mit Ausnahme von Christian Wulf in seiner Zeit als Ministerpräsident, der gegen Widerstände aus seinem Haus auch Geld zur Verfügung gestellt hätte.

Das stimme alles, so Hoppe, aber er hätte trotzdem vom Landrat mehr Einsatz erwartet und wäre enttäuscht gewesen, dass es zu keinem Gespräch zwischen Nahrstedt und dem mecklenburgischen Ministerpräsidenten Sellering gekommen sei.

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