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Hagenower Kreisblatt

15. Dezember 2017 | 13:11 Uhr

Wittenburg : Wintersport mit Augenzwinkern

vom
Aus der Redaktion des Hagenower Kreisblatt

IB Wittenburg hatte gestern zum sechsten Mal zum Olympischen Wettkampf geladen / Aktion soll in erster Linie Teamgeist fördern

Auch wenn die Außentemperaturen derzeit eine frühlingshafte Sprache sprechen, so ging es gestern im Alpincenter für etwa 110 Kinder, Jugendliche und Erwachsene doch noch sehr winterlich zu. Olympiade hieß das Zauberwort des Tages. „Wir wollen hauptsächlich den Kindern, die in den Wohngruppen des IB untergebracht sind, schöne und erlebnisreiche Winterferien bereiten“, erklärt Michael Hallmann, der schon seit 1991 Regionalleiter des „Internationalen Bundes“, einer der großen freien Träger der Jugend-, Sozial- und Bildungsarbeit in Deutschland ist.

Die Winterspiele gäbe es bereits, seit diese Stätte des Wintersports in Wittenburg eröffnet wurde. „Doch dieses Jahr findet sie zum sechsten Mal landesoffen statt. Das heißt, dass heute auch wieder die Kollegen aus Güstrow, Stralsund, Boizenburg, Dersenow und Umgebung angereist sind“, weiß er im SVZ-Gespräch. Doch an diesem Tag ginge es nicht ums Gewinnen oder Verlieren, betont Bürgermeisterin Dr. Margret Seemann. Es gehe einzig und allein um das Miteinander. Denn alle Teilnehmer erhielten nach der Olympiade eine Siegerurkunde. „Manch einer rahmt sich diese hinterher sogar ganz stolz ein“, verrät Michael Hallmann.

Fünf Stationen muss jede Teilnehmergruppe durchlaufen. Vom Biathlon übers Eisstockschießen bis zu den Staffelspielen ist alles dabei. Animateure, Trainer die vom Alpincenter extra bereitgestellt wurden, leiten die Amateursportler an. Unter ihnen auch Lisa-Marie Schmidt. Die 18-Jährige arbeite bereits seit drei Jahren als Aushilfskraft im Alpincenter. „Ich bin zum ersten Mal dabei und es macht mir sehr viel Spaß, die Kinder und Jugendlichen zu betreuen“, verrät die Lehramtstudentin. „Ich freue mich immer wieder, mit wie vielen unterschiedlichen Menschen man doch bei dieser Arbeit in Kontakt kommt“, sagt sie. Auch Marco Dittmann, Jugendgruppenleiter aus Dersenow, findet es schön zu sehen, wie viel Freude den Kindern so ein Ausflug bereite. Er steht mit seiner Truppe von 17 Jungen und Mädchen bei der Biathlonstation. Sie müssen eine kleine Strecke durch den knietiefen Schnee laufen, um den Puls anzukurbeln. Der schwierige Teil folgt anschließend. Die Hand muss sehr ruhig gehalten werden, um mit dem Lasergewehr auf eine kleine Zielscheibe genauestens treffen zu können. Der Junge Ayoub ist an der Reihe. Mit leicht rotem Kopf und schnellem Atem legt er das Gewehr an. „Achte auf deine Haltung“, sagt Lisa-Marie. Er richtet sich auf und trifft. Nebenan stößt die Gruppe aus Güstrow Freudenschreie aus. Die kleinen Sportler rennen mit ihren Reifen auf die Eisbahnrutsche und rodeln hinab. Jutta Koch, Betreuerin, scheint sichtlich erfreut. „Die Kinder haben immer so viel Spaß dabei. Dann lohnt es sich auch mal, eineinhalb Stunden von Güstrow aus anzureisen“, meint sie. Eine Station weiter wird sich im Eisstockschießen gemessen. 16 Kinder aus der Umgebung Wittenburg schliddern auf einer Eisfläche umher und ahmen die Profis nach. Am Ende der Veranstaltung folgt eine gemeinsame Kaffeerunde und die sehnsüchtig erwartete Auswertung des spannenden Tages.

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