Lübtheen : Winter kann kommen

Frank von Czarnowski und Egbert Hildebrandt haben genug Sand und Salz, um gegen Glätte in Lübtheen vorzugehen.
Frank von Czarnowski und Egbert Hildebrandt haben genug Sand und Salz, um gegen Glätte in Lübtheen vorzugehen.

Städtischer Bauhof ist mit Sand, Salz, neuester Technik und sechs erfahrenen Männern in der Lindenstadt gut gerüstet

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19. Dezember 2017, 05:00 Uhr

Wenn bei Egbert Hildebrandt, Frank von Czarnowski oder Bauhofleiter Gert Müller nachts gegen halb vier das Handy klingelt, bedeutet der Anruf mit Sicherheit nichts Gutes. Dann nämlich ist Einsatz. Ab zum Winterdienst in Lübtheen. 62 Kilometer Straßen und Wege in der Lindenstadt und den Ortsteilen warten auf die Helfer. Warum es immer um etwa die gleiche Zeit zu diesem eher unschönen Anruf kommt, erklärt Gert Müller so: „Einer unserer Kollegen bringt in aller Herrgottsfrühe seine Frau zur Arbeit und der sieht dann eben ganz genau, ob wir raus müssen. Die Wetterberichte sind abends dann mehr oder minder Vorwarnungen.“ Bei einer „Alarmierung“ geht es dann aber innerhalb der nächsten Stunde für alle sechs Mann zu den Fahrzeugen. Drei große Geräte stehen in Lübtheen zur Verfügung. „Keines älter als Baujahr 2013“, sagt Müller stolz, der der Stadt für die tolle Unterstützung dankt.

Was dann abläuft, sind sehr routinierte Vorgänge. Jeder der Fahrer und „Handarbeiter“ hat seine Abschnitte. Parallel werden schließlich die wichtigsten öffentlichen Wege und Plätze der Stadt von Schnee und Eis befreit. Die Landes- und Bundesstraßen fallen nicht in den Aufgabenbereich der Lübtheener. Doch die Stadtstraßen, Fußwege und Radwege werden sofort in Angriff genommen. Natürlich müssen Schule, Innenstadt und große Firmenzufahrten mit Priorität behandelt werden.

„In der Regel sind wir mit den wichtigsten Gebieten gegen 6.30 Uhr durch. Aber dann geht es weiter. Wenn uns die Tauwetterlage nicht hilft, geht es natürlich auch in den Wohngebieten weiter. Hier bitten wir in jedem Jahr unter den Lübtheenern um Verständnis. Wir können nicht überall gleichzeitig sein, bemühen uns aber, alles zu räumen und zu streuen“, so Gert Müller.

Dafür lagern in der Lindenstadt knapp 70 Tonnen Streusand und 70 Tonnen Salz, das der Leiter des Bauhofes zum Großteil im Sommer gekauft hat. „Da spart man immer ein paar Euro“, sagt Müller. Der Winter kann also kommen.

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