Boizenburg : Willi Wirbel zeigt wie es geht

Christin Hoffmeister und Willi Wirbel erklären, warum eine gute Körperhaltung wichtig ist.
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Christin Hoffmeister und Willi Wirbel erklären, warum eine gute Körperhaltung wichtig ist.

KMG Klinik Boizenburg veranstaltet Rückenschule für Kinder. Grundschüler haben Spaß an Projekt zur Gesundheitsprävention

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24. November 2015, 16:52 Uhr

Katzenbuckel, Hängebauch und Elefant - was sich anhört wie die Aufzählung eines Zoos, sind in Wirklichkeit Übungen für einen starken und gesunden Rücken. All diese Übungen wurden den Schülern der zweiten Klassen der Grundschule „An den Eichen“ gestern von zwei Physiotherapeutinnen der KMG Klinik Boizenburg im Rahmen der „Willi Wirbel Rückenschule“ beigebracht.

Zusammen mit Willi Wirbel und Kuno Krumm haben Christin Hoffmeister und Sandra Zühlke den Kindern alles gezeigt und erklärt, was für eine gute Haltung und einen gesunden Rücken wichtig ist. „Wir versuchen anhand von Willi Wirbel zu zeigen, wie es sein sollte und wie es nicht so gut ist. Wir bringen die Kinder in Bewegung, so dass wir alle Muskeln und Bänder erwärmen. Und wir geben ihnen ein paar Übungen für zuhause mit, die sich machen können und die ihnen gut tun“, erklärte Christin Hoffmeister, Leiterin der Physiotherapie an der KMG Klinik Boizenburg. Bei den Übungen würden sich laut Christin Hoffmeister oft bereits schon einige Defizite der Kinder zeigen. „Das Programm soll die Strukturen des Rückens kräftigen und stärken und die Bänder elastischer machen. Es soll einfach das Bewusstsein stärken für eine grade Haltung.“

Zum ersten Mal hat die KMG Klinik diese präventive Rückenschule im Rahmen der Projekttage der Boizenburger Grundschulen angeboten. Insgesamt fünf Klassen der „Ludwig-Reinhard-Grundschule“ und der Grundschule “An den Eichen“ haben an den Kursen teilgenommen und gelernt, was eine gute Haltung für ihren Rücken bewirken kann. Mit Ballons, Sportmatten und einem Modell einer Wirbelsäule aus Holzklötzen und Schwämmen, erklärten Christin Hoffmeister und Sandra Zühlke, wie sich schon die alltäglichsten Bewegungen, zum Beispiel das Schuhe binden, negativ auf die Wirbelsäule auswirken können.

„Wir hatten schon Projekte zur gesunden Ernährung und wollten jetzt mal eine ganz andere Art der Gesundheitsprävention ausprobieren“, sagte Elke Plorin, Schulsozialarbeiterin der Grundschule „An den Eichen“. „Wir haben nach etwas gesucht, dass machbar und finanzierbar ist“, erzählte Gudrun Dieckhoff, Klassenleiterin der 2b. „Und das ist mal was anderes. Ich wusste gar nicht, was man alles mit Ballons machen kann.“

Elke Plorin war es auch, die mit der Idee für die Rückenschule für Kinder an die KMG Klinik herangetreten ist. Von der Idee begeistert haben die Physiotherapeutinnen dann das Konzept der Rückenschule an die Kinder angepasst. „Gesundheitsprävention wird mehr und mehr als entscheidener Faktor für die Vermeidung vielfacher Erkrankungen gewertet. Entsprechende Programme werden von verschiedenen Seiten aufgelegt. Das Engagement der Grundschulen begrüßen wir ausdrücklich und unterstützen es sehr gerne. Es ist aus medizinischer Sicht äußerst sinnvoll, bereits im Kindesalter mit derartigen Präventionsmaßnahmen zu beginnen, die dazu beitragen, die Gesundheit zu erhalten“, heißt es in einer Mitteilung von Thomas Bürger, Geschäftsführer der KGM Klinik Boizenburg, an die SVZ. Die Einnahmen aus der Kinderrückenschule will die KMG Klinig an die abteilung Kinterturnen der Sportgemeischaft Motor Boizenburg spenden.

Die Schüler der zweiten Klassen hatten auf jeden Fall jede Menge Spaß mit Willi Wirbel beim Ausprobieren der Übungen. Am Ende gab es für alle noch ein Quiz über die Inhalte der Rückenschule und für diejenigen, die gut aufgepasst haben auch eine Urkunde.

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