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Hagenower Kreisblatt

20. November 2017 | 03:26 Uhr

Hagenow Land : Wildes Parken am Bahnhof

vom
Aus der Redaktion des Hagenower Kreisblatt

Ab 2017 könnte damit Schluss sein: Weil immer mehr Pendler von Hagenow Land aus starten, plant die Stadt weitere 67 Stellplätze

von
erstellt am 13.Apr.2016 | 21:00 Uhr

Hagenow Mit dem wilden Parken am Bahnhof Hagenow Land könnte bald Schluss sein. Weil dort täglich immer mehr Berufspendler  aus der Region in die Züge und Busse steigen, platzt der offizielle Parkplatz aus allen Nähten. Viele weichen mit ihren Autos auf die benachbarte Rasenfläche der Deutschen Bahn aus. Deshalb will Hagenow  jetzt 67 neue Pendler-Parkplätze direkt neben den bestehenden schaffen. Zumindest schiebt die Stadt zunächst alles Mögliche für ein  solches Park-and-Ride-Vorhaben an. Eine Einigung mit der Bahn als Grundstückseigentümer gibt es  aber auch nach mehreren Gesprächen noch nicht.

„Der Bedarf ist da“, begründet Dirk Wiese, Fachbereichsleiter Bau im Rathaus, die Pläne. Das Pendleraufkommen sei mittlerweile so groß, dass die bestehenden 56 Plätze am Busbahnhof nicht mehr ausreichen würden. Eine Zählung an mehreren Tagen, zu verschiedenen Zeiten, habe das bestätigt.

Ein erstes Gespräch über den Bedarf und mögliche Fördermittel-Konstellationen hat es bereits vor einem halben Jahr mit dem Verkehrsministerium in Schwerin gegeben. Um keine Fristen  verstreichen zu lassen, stellte die Stadt  entsprechende Förderanträge – auch ohne Einigung beim Grunderwerb. Ein Eigenanteil ist im noch nicht bestätigten Haushalt 2016 berücksichtigt.

Parallel läuft laut Dirk Wiese eine Altlasten-Untersuchung. Auf dem Areal gebe es viele alte Leitungen und Rohre, die bei dem Projekt zu beachten seien. Eine konkrete Entwurfs- und Genehmigungsplanung steht allerdings noch aus. Bedacht werden sollen  überdachte Fahrradstellplätze und -boxen. Außerdem sind drei Behinderten-Parkplätze geplant. Und die Stadt macht sich über Elektro-Mobilität Gedanken. Das sei noch nicht konkret, so Wiese. Aber es wäre denkbar, zumindest Kabelschleifen für E-Ladestationen mit zu verlegen.

Eine konkrete Bausumme möchte er noch nicht nennen. Es gebe zwar erste Schätzungen. Nur stehe noch nicht fest, was die Altlasten-Entsorgung kostet und ob Hagenow die etwa 3000 Quadratmeter große Fläche tatsächlich von der Bahn kauft. Die Vorzeichen würden einen Erwerb andeuten. 

Wann die ersten Bagger anrollen, hängt laut Wiese unter anderem vom Zustimmungsbescheid der Fördermittel ab. Erst dann sind weiterführende Planungen möglich. Die Stadt strebt einen Baubeginn in 2017 an.

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