zur Navigation springen
Hagenower Kreisblatt

13. Dezember 2017 | 10:24 Uhr

Jasnitz : Wilde Tiere mit Pinsel gezähmt

vom
Aus der Redaktion des Hagenower Kreisblatt

Maler Rudi Kohl zeigt im Forstamt Jasnitz 20 Zeichnungen und Ölbilder / Forstamtsgebäude wurde saniert / Mauspopulation wird überprüft

svz.de von
erstellt am 28.Sep.2014 | 21:59 Uhr

Afrika hat es Rudi Kohl angetan. Besonders die großen Tiere wie Elefant, Wasserbüffel und Löwen, die auf diesem Kontinent leben, faszinieren den Künstler.

Das sieht man auch den Zeichnungen und Ölbildern an, die er unter dem Titel „Naturnahe Wildtiermalerei“ derzeit im Forstamt Jasnitz ausstellt. Am Freitagabend wurde die Exposition im Forstamt eröffnet. „Ich kenne den Kreis der Wildtiermalerei von verschiedenen Ausstellungen“, sagt Manfred Schorcht. Mit einigen Mitgliedern wie Bernd Pöppelmann telefoniere er auch gelegentlich und so sei er auf Rudi Kohl aufmerksam geworden. Unterstützt wird die Ausstellung von der Stiftung Wald und Wild in Mecklenburg-Vorpommern sowie durch die Oberste Landesjagdbehörde, das Ministerium für Landwirtschaft, Umwelt und Verbraucherschutz.. Die Jagd- und Parforcehornbläsergruppe des Hegeringes Neustadt-Glewe begleitete die Eröffnung musikalisch.

Der Maler Kohl stammt aus dem Ruhrgebiet, lebt derzeit im Westfälischen. „Ich bin Autodidakt, habe schon als Steppke gemalt“, sagt Rudi Kohl. Eines seiner Markenzeichen sei sein Hang zur Perfektion, jede noch so kleine Falte oder Unebenheit in der Haut der Tiere ist in den Bildern zu erkennen. „Ich möchte realistisch malen“, sagt der 50-Jährige. Vor anderthalb Jahren sei er das letzte Mal in Namibia, in der Caprivi-Gegend des Landes, gewesen. In der freien Wildnis habe er dort unter anderem Büffel gesehen. Diese Tiere, aber auch Tiger, Löwen oder Geparden sind immer wieder Motive auf seinen Bildern. „Sie sind elegant, kräftig, da steckt so viel drin“, sagt Rudi Kohl. Die Anziehungskraft speziell dieser Tiere wird auf einem seiner Exponaten deutlich – auf einem Stück Treibholz hat er den Kopf eines Löwen gemalt. Auf anderen Bildern sind Elefanten, Büffel oder auch Wildschweine zu sehen. „Ich male die Ölbilder in der Lasur-Technik, denn die Lasur macht die Farben noch transparenter und man erhält auch eine schöne Tiefe in der Farbigkeit“, erläutert der Künstler. Zu 95 Prozent seiner Zeit beschäftige er sich mit Afrika-Sachen, wolle demnächst ein Bild der zahllosen Gnu’s durch den Mara-River beginnen. Im Forstamt hängen seine aktuellen Bilder im Foyer und Versammlungsraum. Erst vor wenigen Tagen sind in diesen, aber auch in den anderen Räumen des Forstamtes die Renovierungsarbeiten beendet worden. „Wir haben die Fußböden geschliffen, neu versiegelt und einige sehr alte Böden auch von Grund auf erneuert“, sagt Dietmar Schoop, Forstamtsleiter. In den meisten Zimmern wurde zudem die Tapete gestrichen. In einem Raum wurde sogar eine Trockenwand vorgesetzt und die Tapete angebracht. Besonders freut sich Dietmar Schoop darüber, dass in diesem Jahr auch das Dach der Forstscheune saniert wurde. „Zum Teil wurden auch die Gefache erneuert und eine Dachrinne angebracht“, schildert der Forstamtsleiter. Dietmar Schoop kann bereits jetzt auf ein ereignisreiches Jahr für das Forstamt zurückblicken. „Die Auftaktveranstaltung für die Waldolympiaden im gesamten Bundesland hat hier stattgefunden und die Festspiele MV waren auch mit einem Konzert hier.“ Zudem gibt es im Zuge des A-24-Baus Neu-Aufforstungen, so genannte Ausgleichspflanzungen im Forstamtsgebiet. Den Waldschutz haben er und seine Mitarbeiter stets im Blick. Deswegen finden derzeit auch Probefänge von Mäusen statt. Dadurch wollen die Förster heraus bekommen, wie groß deren Population ist. „Es zeichnet sich ab, dass etwas getan werden muss“, umreißt Schoop erste Erkenntnisse. So sei z.B. die Schermaus unter der Erde aktiv und richte an den Wurzeln großen Schaden an, auch Rötel- und Kurzschwanzmaus sind Schädlinge. Mit Sitzkruken für Greifvögel soll die Mäusepopulation u. a. eingedämmt werden.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen