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Hagenower Kreisblatt

24. Oktober 2017 | 06:11 Uhr

Lübtheen : Wie weiter mit Übungsplatz?

vom

Das Land hält naturverträgliche Nutzungen des Truppenübungsplatzes nach dessen Schließung 2014 nicht für ausgeschlossen. Dazu gehörten Forst, Jagd, Naturerleben, Anbau ökologischer Produkte ebenso wie Energiegewinnung.

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erstellt am 26.Okt.2012 | 10:57 Uhr

Lübtheen | Umweltminister Till Backhaus hält naturverträgliche Nutzungen des Truppenübungsplatzes nach dessen Schließung 2014 nicht für ausgeschlossen. Dazu gehörten Forst, Jagd, Naturerleben, Vermarktungs- und Erzeugernetzwerke ökologischer Produkte ebenso wie naturverträgliche Energiegewinnung. In einer Pressemitteilung versicherte Backhaus gestern, dass aber auf großen Flächenanteilen des Truppenübungsplatzes zweifelsfrei weiterhin Naturschutzziele Vorrang haben werden.

Mit der Schließung des Lübtheener Truppenübungsplatzes Ende 2013 gehen 60 Arbeitsplätze in der Standortverwaltung verloren, etwa 20 ortsansässige Mitarbeiter der Bundesforst stehen vor ungewisser Zukunft und auch ortsansässige Dienstleister, wie Bäcker, Elektriker oder Spediteure seien mittelbar betroffen, heißt es im Landwirtschaftsministerium. "Mit dieser Sorge dürfen wir die Menschen in dieser strukturschwachen Region der Griesen Gegend nicht allein lassen", betonte Umweltminister Till Backhaus gestern vor dem Schweriner Landtag. SPD und CDU wollen einen Ausverkauf der Bundesfläche nach dem Ende der militärischen Nutzung verhindern und fordern - gemeinsam mit den betroffenen Gemeinden - eine Übertragung der Flächen an das Land, das den Standort einer zukunftsfähigen zivilen Nutzung zuführen und damit die Zukunft einer ganzen Region sichern will.

Der Truppenübungsplatz Lübtheen zähle mit seinen 6000 Hektar zu den herausragenden Naturräumen des Landes, so Backhaus. Maßgeblich für seinen hohen Naturschutzwert seien die großflächigen offenen Lebensräume und die sehr alten Kiefernbestände. Heide- und Trockenrasenflächen gelten als seltene Lebensraumtypen und unterliegen einem strengen Erhaltungsschutz. Als FFH-Gebiet "Lübtheener Heide und Trebser Moor" sind sie Bestandteil des europäischen Schutzgebietssystems "Natura 2000". Zusätzlich sei fast die gesamte Fläche des Übungsplatzes als Vogelschutzgebiet gemeldet. Angesichts der auslaufenden militärischen Nutzung, die bisher seiner Einbeziehung in das Biosphärenreservat entgegenstand, sehe Backhaus jetzt große Chancen, auch diese Flächen unter die Zielsetzung des UNESCO-Programms zu bringen.

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