Gespräche mit Akteuren : Wie weiter auf dem Elbberg?

Der Geschäftsführer der EEB, Mohamad Mohamad (r.) mit dem Investor Fahmi Amer aus Jordanien.
Foto:
1 von 2
Der Geschäftsführer der EEB, Mohamad Mohamad (r.) mit dem Investor Fahmi Amer aus Jordanien.

Stadt Boizenburg ist unter bestimmten Voraussetzungen bereit, mit der Firma EEB über einen Grundstückstausch zu sprechen

von
12. November 2014, 15:12 Uhr

Das letzte Mal hat das Areal auf dem Elbberg von sich Reden gemacht, als die Feuerwehr dort zum Einsatz kam. Die Boizenburger Firma EEB, die Eigentümer des Areal dort ist, würde sich gern in der Stadt und in der Region engagieren, ist vom Geschäftsführer des Unternehmens Erneuerbare Energie Boizenburg GmbH, Mohamad Mohamad, zu erfahren.  Allerdings  würde ein so genanntes Veränderungsverbot durch die Stadt, die Ablehnung der BImSchG-Genehmigung durch das StaLu und der Widerstand vieler Boizenburger die Aktivitäten dort oben auf dem Elbberg  auf Eis legen (SVZ berichtete). 

Doch wie soll es dort weiter gehen? SVZ sprach mit der Geschäftsführung des Unternehmens EEB und dem Bürgermeister der Stadt Boizenburg, Harald Jäschke, zum aktuellen Stand der Dinge.

„Eigentlich möchten wir hier ein Blockheizkraftwerk errichten“, sagt der Geschäftsführer der EEB im SVZ-Gespräch und schränkt gleichzeitig ein. „Wir kennen den Wunsch der Stadt an uns, das Kraftwerk im Industriegebiet zu errichten und hier auf dem Elbberg gemeinsam mit der Kommune ein Wohngebiet zu entwickeln. Das wäre aus unserer Sicht machbar“, sagte Mohamad unter dem Hinweis, dass sich das Unternehmen EEB verändert habe.

„Wenn wir nämlich in das Gewerbegebiet  gehen, übernehmen wir ein großes Risiko. Zunächst müssen wir dort einen Wärmeabnehmer finden, damit das Projekt rentabel wird. Wenn wir hier ein Wohngebiet zusammen mit der Stadt entwickeln wollen, brauche ich Sicherheiten, dass ich hier die Grundstücke verkaufen kann“, sagte er. Nach seinen Worten könne das Unternehmen nicht zwei Mal investieren, einmal in das  Heizkraftwerk im Industriegebiet und dann  auf dem Elbberg mit dem Wohngebiet, ohne zu wissen, wie die Zukunftsaussichten seien.

Wie sieht die Stadt Boizenburg die Situation? Bürgermeister Harald Jäschke sagte dazu gestern auf SVZ-Nachfrage: „Wir haben signalisiert, dass wir durchaus bereit sind, über einen Grundstückstausch zu sprechen und der Firma ein Grundstück im Bereich des B-Planes 23 anzubieten. Allerdings unter der Voraussetzung, und das ist unsere Verhandlungsposition, dass das Grundstück auf dem Elbberg im Tausch geräumt an uns übergeben wird“, sagt Harald Jäschke. Nach seinen Worten betreibt die Kommune ein Bebauungsplanverfahren, das vorsieht, im Bereich des ehemaligen Kraftwerkes ein Gewerbegebiet zu gestalten mit nicht störendem Gewerbe, wie u.a. Zahntechniker, Architekt oder Werbegestalter, und im Anschluss im Bereich der ehemaligen Gärtnerei ein Wohngebiet zu entwickeln. Ein entsprechender Tagesordnungspunkt steht auf der Tagesordnung der Sitzung der Stadtvertretung am nächsten Donnerstag. Es bleibt also weiter spannend, wie es oben auf dem Elbberg weitergeht.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen