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Erinnerung an die Wendezeit : Wie alles in Boizenburg begann

vom
Aus der Redaktion des Hagenower Kreisblatt

Drönnewitzer Maler und Grafiker Matthias Bargholz blickt auf den Beginn seiner künstlerischen Arbeit vor 30 Jahren zurück

von
erstellt am 06.Jan.2015 | 15:21 Uhr

Im Atelier von Matthias Bargholz (55) in Drönnewitz hängen mehrere Tuschezeichnungen mit Boizenburger Motiven. Zu sehen sind Fachwerkhäuser vom Wall in der Altstadt. Die Werke erinnern den freiberuflichen Maler und Grafiker an den Beginn seiner künstlerischen Arbeit und an die aufregende Zeit kurz vor und zur politischen Wende in der Elbestadt.

Im SVZ-Gespräch denkt er an den Anfang seiner künstlerischen Laufbahn in Boizenburg. „Als ich mit meinem Studium fertig war, begann ich im Herbst 1985 zunächst in den Fliesenwerken in Boizenburg mit meiner damaligen Frau zusammen als Grafikdesigner zu arbeiten. Wir entwarfen variable Dekor-Sets für Fliesen“, erinnert sich der Künstler. Aber es war nicht sein Wunsch, für immer dort im Werk zu arbeiten, nach einem Jahr war die Tätigkeit dort beendet.

„Und dann hatte ich mir am Markt einen alten Kaufmannsladen privat gemietet, für 50 Ost-Mark im Monat, um dort mein erstes Atelier einzurichten“, erzählt er weiter. Beim Rat des Kreises bekam er eine Bescheinigung, dass er „Anerkannter Volkskünstler“ sei. Das war wichtig, um bei eventuellen Nachfragen „staatlicher Organe“ einen Schein vorweisen zu können. Außerdem lief seine Bewerbung beim Künstlerbund der DDR, Termin für seine Vorstellung war dann im September 1989. „Beim Gespräch hatte ich gewagt zu sagen, dass ich Joseph Beuys interessant fand. Das war’s dann für mich, denn ich fand ja den ,Klassenfeind’ interessant. Aus Prinzip wurde ich abgelehnt. Wenige Wochen später war die Wende“, erzählt Matthias Bargholz weiter.

In den 80-Jahren hatte er zusammen mit einem anderen jungen Maler, Peter Eichler, die Altstadt von Boizenburg im Bild festgehalten. In dieser Zeit entstanden die Tuschezeichnungen von den Fachwerkgebäuden in der Altstadt.

Den kompletten Beitrag finden Sie im e-paper Programm unserer Zeitung und natürlich in der Printausgabe am Mittwoch.

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