Laave : Wetter verhagelt Jägern die Bilanz

Hier präsentiert Günter Hagen eine der vielen Trophäen des vergangenen Jahres.
Hier präsentiert Günter Hagen eine der vielen Trophäen des vergangenen Jahres.

Rotwildring blickt bei seiner alljährlichen Hege auf das vergangene Jahr zurück

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03. März 2018, 05:00 Uhr

Es dauerte nicht lange, da war die Einsamkeit von Günter Hagen, der am Freitagmorgen im großen Saal der Gaststätte „Zum Goldenen Stern“ saß, vorüber. Kurz nach neun Uhr kamen die ersten Jäger und folgten somit der Einladung, die sie zuvor von Hagen erhalten haben.

Der Rotwildring „Amt Neuhaus“ hat sich nämlich zu seiner Jahreshauptversammlung getroffen. Hagen ist dessen Vorsitzender und empfing jeden Waidmann persönlich.

„Wir sind für unsere jährliche Hegeschau immer hier in Laave“, berichtet der ehemalige Revierförster im Gespräch mit der SVZ. Zudem ist die Veranstaltung immer mit der Trophäen- und Stangenschau gekoppelt. Aus diesem Grund hatten die Jäger für einen Außenstehenden auch etwas skurril anmutende Mitbringsel im Gepäck. Schnell füllte sich der Saal nämlich mit zahlreichen schneeweißen Tierschädeln von weiblichem wie männlichem Rot- und Damwild. Diese Trophäen, die zum Teil prächtige Geweihe vorwiesen, werden im Zuge der Versammlung sodann von einer Bewertungskommission begutachtet und das eindrucksvollste Exemplar sogar zum Sieger gekürt.

Aber so erhaben das Bild dieser mitunter kapitalen Schädel auch anmutete, Hagen kam nicht umher anzumerken: „Das Jahr lief ganz schlecht.“ Ausschlaggebend für diese Bilanz war die Witterung, wie der Jäger betont. „Die Stürme und der stetige Regen machten die Wälder unbegehbar, so dass wir nur die Hälfte der angestrebten Abschussziele erreicht haben“, fasste Hagen die Misere knapp zusammen.

Insgesamt wurden auf dem 35 000 Hektar umfassenden Gebiet des Reviers im Amt Neuhaus 56 Tiere geschossen. Eine Zahl, die in diesem Jahr wieder verdoppelt werden soll. Schließlich ist es ein Ziel der Jäger, die Bestände in geordneten Bahnen zu halten. „Wir wollen und haben gesunde Kleinrudel zwischen zehn und 20 Tieren“, so der Vorsitzende des Rotwildrings. Deswegen sehen die Verantwortlichen auch von einer Anpassung der Abschussquote nach unten ab.

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