Neuhaus : Werner Hüls ist der Heimat an der Elbe tief verbunden

Werner Hüls, hier bei der Verleihung des Bundesverdienstordens durch Christian Wulff, damals noch Niedersächsicher Ministerpräsident.
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Werner Hüls, hier bei der Verleihung des Bundesverdienstordens durch Christian Wulff, damals noch Niedersächsicher Ministerpräsident.

Der ehemalige Schulleiter, Ortschronist und Heimatforscher feiert am 11. Januar seinen 90. Geburtstag

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08. Januar 2016, 12:30 Uhr

Am kommenden Montag soll gefeiert werden, da laden Werner Hüls und seine Frau Ilse Familie, Freunde und Weggefährten zum Empfang. Denn Werner Hüls kann seinen 90. Geburtstag feiern. Mit der gesundheitlichen Verfassung steht es nicht mehr so gut, aber der Kopf denkt und arbeitet wie eh und je. „Mein Mann hat immer noch Ideen und neue Pläne“, so Ilse Hüls. So wie das inzwischen neunte Heft der Schriftenreihe „Unser Amt Neuhaus“. Es sollte eigentlich zum Geburtstagsfest fertig sein, aber es liegt noch beim Drucker.

Ein Leben als Lehrer und Schulleiter, zahlreiche Veröffentlichungen, zum Beispiel in den Heimatbüchern des Landkreises, die umfangreiche Schriftenreihe „Unser Amt Neuhaus“, ein engagiertes Mitwirken in der Kommunalpolitik und in verschiedenen gesellschaftlichen Bereichen zeugen vor allem von einem: wie ein roter Faden zieht sich eine tiefe Verbundenheit zur Heimat, zu den Menschen, die hier leben und zur geliebten Muttersprache, dem Plattdeutschen, durch sein Leben. Ohne Werner Hüls gäbe es viele historische Kenntnisse über das Amt Neuhaus nicht, wären sie nicht niedergeschrieben. Aber auch zu den jüngsten Ereignissen in der Gesichte, wie der Wendezeit im Amt, hat er Erinnerungen und Gedanken verfasst oder die plattdeutschen Geschichten von Arnold Brusch ausgewählt und ins Hochdeutsche übertragen. Zahllose Beiträge sind auch auf der Neuhaus-Seite der Schweriner Volkszeitung erschienen.

Werner Hüls wurde am 11. Januar 1926 in Stapel als Kind von Wilhelm und Ella Hüls geboren und wuchs mit Bruder Erich und Schwester Helga auf dem Bauernhof seiner Eltern auf. Sie ermöglichten den Besuch der Privatschule in Neuhaus und der Oberschule in Lüneburg, denn der Junge wollte kein Bauer werden, sondern studieren. So glatt ging es nicht, der Jugendliche musste als Flakhelfer in Lüneburg dienen, in den Reichsdienst eintreten und wurde 1944 noch Soldat. Heimgekehrt aus amerikanischer Gefangenschaft macht er eine Ausbildung zum Lehrer, studierte Deutsche Sprache und Literatur und qualifizierte sich zum Sozialpädagogen. Im Jahr 1955 heirateten Ilse Hagen und Werner Hüls. Beide arbeiteten ihr Arbeitsleben lang an der Neuhauser Schule, Werner Hüls davon allein 30 Jahre lang als Schuldirektor. Und schon 25 Jahre widmet sich der Neuhauser der Heimatgeschichte und der Pflege des Plattdeutschen. Er half bei der Neugründung des Schützenvereins mit, hat 20 Jahre im Förderverein Konau mitgearbeitet und ist dem Verein für Bürgerbegegnung eng verbunden.

Für sein Engagement erhielt Werner Hüls zahlreiche Auszeichnungen, darunter den Verdienstorden am Bande des Niedersächsischen Verdienstordens, im Jahr 2011 vom damaligen Ministerpräsidenten Christian Wulff persönlich ans Revers geheftet. Er trägt ihn kaum, hat sich aber über die Auszeichnung doch gefreut.

Werner Hüls ist dankbar für ein umfassendes, vielseitiges und erfülltes Leben. An sich selbst hat er immer den Anspruch gestellt, eine Meinung zum Leben und zum Weltgeschehen zu haben und demzufolge lässt es sich auch trefflich mit ihm über die aktuelle Tagespolitik diskutieren. Er wünscht sich für die Menschen allgemein und die Amt Neuhauser im Besonderen nur das Beste und was er dazu noch beitragen kann, das will er tun, solange es noch geht.

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