Dart : Wenn in Kuhstorf die Pfeile fliegen

Zu Beginn, die Plätze der einzelnen Mannschaften an den Dart-Anlagen werden verlost, links, Organisator Franz Jäger.
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Zu Beginn, die Plätze der einzelnen Mannschaften an den Dart-Anlagen werden verlost, links, Organisator Franz Jäger.

Beim Kampf von 15 Mannschaften war zu erleben, warum „Darten“ längst zum Volkssport geworden ist - der Sieg geht an die „Redefiner Büffel“

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08. März 2016, 05:00 Uhr

Man muss es gesehen und erlebt haben, um es zu glauben: Da sitzen 60 Männer und auch ein paar Frauen am Sonnabend um 19 Uhr im Saal der Gaststätte „Unter den Linden“ in Kuhstorf, um sich dann stundenlang im Pfeile-Werfen zu messen. Am Ende, das wird weit nach Mitternacht sein, geht jeder mit einem Fleischpreis und einem einzigartigen Erlebnis nach Hause. Darten vom Feinsten mit den Nachbarn, und fast nur aus Spaß.

Hinter dem Ereignis steht Franz Jäger aus Kuhstorf, der eigentlich René heißt. Und er hat mit seiner Truppe eines der größeren privaten Dart-Turniere auf die Beine gestellt. Insgesamt 15 Mannschaften zu je vier Spielern haben an vier Dart-Anlagen um die besten Wurfergebnisse gerungen. Dabei mussten alle viel Geduld mitbringen, denn angesichts der Vielzahl der Spieler gab es lange Wartezeiten zwischen den Einlagen.

Der Modus: Pro Spielblock gab es sieben Runden, bei denen jeder drei Pfeile werfen darf. Gewertet wurde die Höchstpunktzahl (High Score). Bestes Ergebnis ist technisch eine „Triple 20“, das würden 60 Punkte für den Wurf  und damit pro Runde 180 Zähler bedeuten. Für sieben Spielrunden käme man auf einen theoretischen Wert von 1260. Das beste Ergebnis des Abends erreichte der Hagenower Sebastian Feuersänger, der 482 Punkte für sieben Durchgänge  erreichte. Er hatte auch den besten Wert für den einzelnen Durchgang, immerhin 133 Punkte. Nach einem nicht minder komplizierten Modus wurde dann auch eine Einzelwertung ausgeworfen.

Das Grundprinzip ist Gerechtigkeit und dem Organisator Franz Jäger extrem wichtig: „Keiner kann hier mit einem noch so guten Einzelergebnis alle an die Wand spielen. Es geht um den Spaß an der Sache, alle sollen etwas davon haben. Und das hat heute hier zum ersten Mal in einer so großen Runde ganz gut geklappt.“

Am Ende gewann die Mannschaft der Redefiner Büffel vor den Warriors aus Hagenow und den Handballern aus Kuhstorf. Den letzten Platz und damit die Rote Laterne bekam die einzige Frauenmannschaft des Abends, die Glückstreffer aus Kuhstorf. Daneben gab es aber auch die Flying Glücksbärchen, die Glücksritter, zwei Mannschaften aus Bresegard, zwei aus Steegen, die Heider Lions... Im Alter alles quer gemischt, vom Firmenchef bis zum Lehrling war alles dabei.  Zum Schluss gab es dann auch noch die Lotterie bei der die am Abend erreichten Höchstpunktzahlen geschätzt werden mussten. Drei Mann lagen mit ihren Tipps richtig, das Stechen entschied dann Arno Panknin aus Kuhstorf für sich, der ab Mitternacht auch noch Geburtstag hatte. Franz Jäger bedankte sich bei seinen Helfen, zu denen z. B. Bernd Schuldt, Eddi Carmon oder auch Marcel Bockentin gehörten. Zu denen, die mit dem Abend und  den vielen hungrigen und durstigen Gästen glücklich waren, gehörten die Betreiber der Gaststätte Tobias Schuth und seine Lebenspartnerin Cindy Röhrup. „Franz gehört bei uns schon fast zum Inventar, das kenne ich gar nicht anders“, bekannte der 29-jährige Tobias, der 2012 die Gaststätte übernahm und immer noch von seinen Eltern Bernd und Claudia Schuth fleißig unterstützt wird. Darten gehört in Kuhstorf seit der Wende dazu und ist langsam immer größer und beliebter geworden. Und Kuhstorf ist nur einer der Orte, an dem private Dart-Turniere in unserer Region mit wachsender Begeisterung ausgetragen werden.

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