Wenn Herrchen keine Steuern zahlt ...

 <strong>Terrier 'Barni'</strong> bringt seinem Herrchen die Post. Ob ein Brief von der Abteilung Steuern der Stadt mit dabei ist? <foto>Foto. dpa</foto>
Terrier "Barni" bringt seinem Herrchen die Post. Ob ein Brief von der Abteilung Steuern der Stadt mit dabei ist? Foto. dpa

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14. Juni 2012, 10:32 Uhr

Hagenow | Terrier "Barni" bringt die Post. Ob für Herrchen oder Frauchen ein Brief von der Abteilung Steuern aus der Hagenower Stadtverwaltung dabei ist?

Die Kommune lässt derzeit und über die Sommerzeit die Hunde im Stadtgebiet und in den Ortsteilen zählen. Dafür wurde eine Hundezählerin beauftragt, die von Haustür zu Haustür geht, um den aktuellen Bestand zu erfassen.

"Jeder Bürger, der einen Hund besitzt, sollte sein Tier auch bei uns angemeldet haben", macht Gabi Behrens, die zuständige Mitarbeiterin für Steuern aus der Stadtverwaltung deutlich. Die Hundezählung soll nun einerseits den Bestand an Hunden im Bereich der Stadt ermitteln und insbesondere auch den Steuersündern auf die Schliche kommen. "Denn wir wollen natürlich mit der aktuellen Zählung jene Hunde erfassen, die nicht angemeldet sind", betont sie.

Für den Hagenower Kämmerer Roland Hochgesandt steht fest, dass es eine Dunkelziffer von Hunden gibt, die steuerlich nicht erfasst sind. 731 Hunde sind bei der Stadt derzeit gemeldet. Bei der Zählung im Jahre 2009 wurden rund einhundert Vierbeiner steuerlich festgestellt, die nicht angemeldet waren. Für jene Besitzer, die "vergessen" hatten, ihre Hunde anzumelden, werden sicherlich finanzielle Gründe eine Rolle spielen. Denn nach aktueller Hundesteuersatzung muss ein Halter für den ersten Hund 50 Euro im Jahr berappen, der zweite kostet dann schon 65 Euro, für den dritten und jeden weiteren schlagen 70 Euro zu Buche. So genannte Kampfhunde, wie u. a. der American Staffordshire Terrier, Bullterrier und Pit Bull Terrier haben einen höheren Steuersatz, Halter müssen für so einen Hund 350 Euro pro Jahr zahlen. Grundlage für diese Zahlen ist die geltende Hundesteuersatzung der Stadt. Deshalb sollten sich Hagenower und Einwohner aus den Ortsteilen nicht wundern, wenn sie gefragt werden, ob sie einen Hund haben. Die Kommune erhofft sich mit der Auswertung der Zählung im Herbst, die Steuersünder zu ermitteln. Falls nicht angemeldete Hunde bei dieser Zählung ermittelt werden, müssen die Halter mit einer Geldbuße rechnen.

Doch "Barni" ist angemeldet, er ist kein "schwarzer" Hund, für seinen Halter ist alles im grünen Bereich.

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