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Hagenower Kreisblatt

18. Oktober 2017 | 07:49 Uhr

Zarrentin : Wenn Flüsterworte helfen können

vom
Aus der Redaktion des Hagenower Kreisblatt

Norbert Möller aus Zarrentin praktiziert die Methode des Besprechens / Diese Tradition bekommt aus seiner Sicht nicht die verdiente Anerkennung

Für die einen ist es Humbug, für die anderen ein Ausweg bei gesundheitlichen Beschwerden. Für Norbert Möller jedenfalls ist das Besprechen von Krankheiten eine hilfreiche Methode, die Selbstheilungskräfte zu aktivieren und in vielen Fällen zugleich eine sinnvolle Ergänzung einer ärztlichen Behandlung. Der Zarrentiner geht seit etwa vier Jahren dieser Form des geistigen Heilens nach, wie er sagt. Pauschale Vorurteile an der Methode kann der 55-Jährige nicht nachvollziehen.

Die Tradition und seine Erfahrungen hätten gezeigt, dass das Besprechen bei organischen und seelischen Leiden oder Hauterkrankungen von Nutzen sei kann, betont Möller. Die traditionelle chinesische Medizin werde hoch angesehen, die traditionelle regionale Geschichte, zu der auch das Besprechen zähle, bekomme hingegen nicht die Anerkennung, die sie eigentlich verdiene. Oftmals sei es eine Nische, die die herkömmliche Medizin nicht abdecke, sagt er.

In Berührung mit der Methode kam Möller selbst noch im Kindesalter. Weil er viele Warzen hatte, nahm ihn seine Mutter mit zu einer alten Frau, die sich auf das Besprechen verstand. „Ich musste damals in den Vollmond schauen, durfte nicht blinzeln und musste der Dame versprechen, das Ritual auch ernst zu nehmen. Natürlich war das Gegenteil der Fall“, erinnert Möller sich. Nach einigen Tagen seien die Warzen jedoch verschwunden gewesen. Dieses Erlebnis begleitete ihn ein Leben lang. und hat ihn nicht mehr losgelassen. „Ich wollte eine Erklärung dafür finden“, sagt Möller.

Der Beweggrund, viele Jahre später selbst in die Materie einzusteigen, war seine Tochter. Die damals Einjährige war oft im Krankenhaus, litt unter Gewichtsverlust und hatte trotzt Antibiotika immer wieder Fieber. „Meine Frau und ich waren in großer Sorge, weil wir nicht wussten was mit unserer Tochter ist. Die Ärzte fanden keine Ursache. Unser letzter Strohhalm war dann das Besprechen“, erzählt Möller. Nach den Sitzungen bei einer Heilkundlerin verbesserte sich das Wohlbefinden der Kleinen zusehends, es ging bergauf.

Norbert Möller fasste Vertrauen und nutzte die Gelegenheit, selbst bei der Frau wegen seiner langjährigen Schlafstörungen vorstellig zu werden. Selbst ein Schlaflabor hatte ihm zuvor nicht helfen können. Nach dem Termin waren seine Schlafprobleme so gut wie weg, berichtet der Zarrentiner. „Da habe ich mir gesagt, dass will ich auch können“, fügt er hinzu. „Wenn mit der Tochter etwas ist, dann brauchen wir nicht mehr durch die Gegend fahren.“ Über das Internet fand er die Adresse einer des Besprechens kundigen Frau, mit der er Kontakt aufnahm. Sie hat nach seiner Darstellung diese Fähigkeit bei einem Ritual auf ihn übertragen. Unmittelbar darauf habe er bereits zwei Babys helfen können, die beim Zahnen immer Fieber bekamen, erzählt Möller. Über seine erste Bewährungsprobe berichtete er seiner Mutter und Oma. Diese berichteten ihm dann, dass bereits seine Urgroßväter auf diese Weise anderen Menschen helfen konnten. „Da hat sich für mich der Kreis geschlossen, warum ich immer so ein Interesse an dem Thema hatte“, sagt Möller, dessen Dienste ab und zu von Bekannten in seiner ohnehin knappen Freizeit in Anspruch genommen werden. Mit Erfolg, wie er versichert.

Den kompletten Beitrag finden Sie im e-paper Programm unserer Zeitung und natürlich in der Printausgabe am Sonnabend.

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